Druckschrift 
2 (1882)
Seite
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16 SCHRIFTEN ÜBEK DIE NORDISCHE MYTHOLOGIE.

eine Gesellschaft vertheilt werden, die nichts zu überwinden hat,als eben den Mangel an Eifer und Enthusiasmus für die Sache.Dass diese Schwierigkeit aber die grösste sei, beweisen im All-776 gemeinen die geringen Resultate aller Akademieen gegen ihregrossen Anstalten, hier aber der Umstand, dass dreissig Jahrelang nichts von den Arbeiten des Magnäanischen Instituts bekanntwurde, während in den Jahren 17761783, wohl durch Suhms Ein-fluss und uneigennützigen Eifer, in kurzen Zwischenräumen diewichtigsten Werke herausgegeben wurden. Bis wir das Institutwieder zu jener Thätigkeit erwacht sehen, wollen wir alles dankbarannehmen, was sonst für die alte Litteratur dort geschieht, undwir freuen uns über die Versicherung, welche die Vorrede desersten Buches enthält, dass ein isländisches Wörterbuch unterder Presse sei (eine Grammatik ist so eben erschienen, aberRec. noch nicht zugekommen) und eine Reihe von Sagen durchdie Unterstützung wohlhabender Freunde der Wissenschaft zumDruck befördert werden solle. Indes können wir uns nicht mitdieser Empfindung zu den genannten Schriften wenden, ohnezu bemerken, welch ein Vorwurf durch ihre Erscheinung alleinstillschweigend gemacht werde. Eine in aller Hinsicht voll-ständige Bearbeitung der jüngeren Edda, indem der Text kritischnach allen vorhandenen Manuscripten (das Upsalische aus-genommen) verglichen, übersetzt und erläutert ist von dem Is-länder Johannes Olavius, liegt beinah schon ein halbes Jahr-hundert vollendet in der Universitätsbibliothek, welche dieMagnäanische Sammlung aufbewahrt (Not. 1 S. 24), so dass siebei dem Abdruck etwa nur dürfte abgekürzt werden (S. 92).Die beiden ersteren Schriften beruhen auf dieser Arbeit, diedritte verdankt ihr vieles; nun fragen wir, wie es möglich ist,dass man mit Eifer für die Sache ein solches Werk, welcheszu den ersten Quellen gehört, so lange hat liegen lassen können,währenddem die Ausgabe von Resenius eingeständlich erstlichincomplet (Göranssons Edition hat nicht einmal die Dämesagenvollständig) und fehlerhaft, sodann aber höchst selten ist (Vor-rede zu No. 3); und dass man noch keine Hoffnung zur Heraus-gabe desselben macht?

Doch wir wollen erkenntlich annehmen, was unsere Verf.