Druckschrift 
2 (1882)
Seite
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SCHRIFTEN ÜBER DIE NORDISCHE MYTHOLOGIE. 15

Monumente einer Zeit, wo sie alle noch zu Einem Gott betetenund in Einer Zunge sprachen; und wie sie sich im Fortganggetrennt und entfernt, so werden sie doch bei dem Nachdenkenüber ihre Schicksale dahin zurückgeführt, und dort laufen die77&Fäden zusammen und in einander. Darum scheint die Forderunggerecht, dass diejenigen, welchen diese Denkmäler zugekommen,sorgsam seien, sie dem gemeinsamen Studium zu übergeben;dann werden für einen so ernsten Gegenstand Theilnehmer undMithelfer nicht ausbleiben. Einige *) Klage zu führen wird unsum so eher erlaubt sein, als wir die Worte des Verf. der erstenSchrift dazu nehmen S. 91:Sehr vieles von dem Zustandder scandinavischen Heidenzeit bedarf noch einer weiteren Auf-klärung. Viele von den Denkmälern, die dazu benutzt werdenkönnten, sind noch nicht ans Licht hervorgezogen. Die Meinungderer, die da geglaubt haben, das Beste von den Arnämagnäa-nischen Manuscripten sei bereits durch den Druck bekannt ge-macht, ist folglich ganz ungegründet. Vor kurzem sind zweider wichtigsten, Eigla (1809) und Niala (von der letzteren nurdie Übersetzung, der Text des Originals war schon vor dreissigJahren gedruckt) herausgegeben. Allein zurück sind nochSturlungasaga, Kormakssaga, Laxdäla, Vatsdäla, Swarfdäla, Reick-däla, Grettissaga, Olufs des Heiligen Sage, Hakon-Hakonsens-Saga und mehrere andere, besonders von den halbmythischenSagen, sowie alle alten Gesetze. Für die eigentlich my-thische Litteratur ist bis jetzt nur noch das Wenigstegethan. Ausser der einen Hälfte der Sämundischen Edda hatman noch das Wichtigste (?) von Snorros Edda herausgegeben."Die Gründe dieser Nachlässigkeit oder, ist Absicht dabei, dieserZögerung dürfen wir nicht in dem Mangel eines theilnehmendenPublicums suchen, weil das Magnäanische Legat die Herausgabeder alten Sagen ganz unabhängig davon gemacht hat, und wirkommen auf eine schon einmal geäusserte Behauptung zurück,dass gelehrte Untersuchungen durchaus nicht befördert werden,,wenn sie dem Eifer eines Einzelnen, der früher oder späterendlich doch alle Schwierigkeiten überwindet, entzogen, unter

*) [Änderung im Handexemplar für: Diese.]