AXEL THORDSEN OG SKJÖN VALBORG UDG.AF NYERÜP. 7
bei diesem einzigen Lied, weil es sich, wie schon erwähnt, durchseine breitere Manier bestimmt von den anderen unterscheidet,dies Recht gelten lassen, nicht aber bei irgend einem anderender Sammlung. Andere Strophen hätten wir lieber stehengelassen und andere dafür gegeben, die uns ein matter späterZusatz scheinen, wie die drei letzten (hier 173—175). Dochdarüber wollen wir so streng nicht richten; was wir aberbestimmt tadeln müssen, das ist die Auslassung folgender schönerVerse und die Idee, welche wir als Grund davon einzusehenglauben. Erstlich des achtzehnten, wo erzählt wird, Axel habegeträumt, wie er seine Liebste in Sammt gekleidet gesehen undHaagen der Königssohn neben ihr gesessen und sie begehrt;dann des 162., wo Axels Schild beschrieben wird: weiss undblau und zwei rothe Herzen darin; endlich aber des 140.Wir wollen, um diesen Vers im Zusammenhang lesen zu können,die dabei stehenden mitübersetzen: man wird zugleich eineProbe von dem rührenden Gedicht haben, dessen beste Stellediese grade nicht ist. Axel und Waldborg, nachdem sie in derKirche geschieden worden, sitzen bei dem Fest des Königssohnszusammen und reden über ihr Unglück:
Sagt mir, Waldborg, Herzliebste mein,
dieweil allein wir beide:welcher Rath mag uns der beste sein,
dass schwinden unsre Leiden?„Fall' ich den König, wenn das geschieht, 376
ist's gegen meinen Willen:und lebt' ich tausend Jahre hier,
es kam mir nicht aus den Sinnen."„Ich will sitzen in dem Saale weit
und wirken das Gold in die Haube,so sorglich leben meine Zeit,
recht wie die Turteltaube."
140. „Ruht nimmer auf grünem Ästelein,
als wenn ihre Bein sind müde:trinkt nimmermehr das Wasser so rein,
sie rührt's erst mit ihren Füssen."„Mein Herr, Ihr reitet so lustiglich,
zu jagen die wilden Rehe: