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1 (1881)
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BERICHT ÜBER DAS DEUTSCHE WÖRTERBUCH.

Verhandlungen der Germanisten zu Frankfurt am 24., 25. und 26. September 1846.Frankfurt am Main, Sauerländers Verlag. 1847. Lex.-8. S. 114124.*)

-LYJLeine Herren, ich erlaube mir Ihre Aufmerksamkeit fürkurze Zeit auf eine Sache zu lenken, die an sich Ihrer Betrach-tung nicht unwürdig ist: da sie aber zugleich als eine persön-liche Angelegenheit erscheint, so niuss ich im voraus um IhreNachsicht bitten. Vor mehreren Jahren haben wir beide, meinBruder und ich, die Ankündigung eines deutschen Wörterbuchserlassen. Man hat uns eine Theilnahme gezeigt, die schmeichel-haft war, selbst dann, wenn sie einige Ungeduld über die nochnicht eingetretene Erfüllung zeigte, oder wenn man, irre ichnicht, von Berlin aus, wo man leicht Erkundigung einziehenkonnte, in öffentlichen Blättern anzeigte, dass der erste Theildes Werks bereits der Presse übergeben sei. Ja, es ist schonan die Buchhandlung das Begehren gestellt worden, den dreissig-sten Bogen zu senden, was natürlich schon neun und zwanzigbereits gedruckte voraussetzt. Es sollte mir lieb sein, wenndem so wäre. Allein ein Werk dieser Art bedarf langer undmühsamer Vorarbeiten, deren Beendigung nicht erzwungen wer-den kann. Das Wörterbuch soll die deutsche Sprache umfassen,wie sie sich in drei Jahrhunderten ausgebildet hat: es beginntmit Luther und schliesst mit Goethe. Zwei solche Männer,welche, wie die Sonne dieses Jahrs den edlen Wein, die deutscheSprache beides feurig und lieblich gemacht haben, stehen mitRecht an dem Eingang und Ausgang. Die Werke der Schrift-steller, die zwischen beiden aufgetreten sind, waren sorgfältigauszuziehen, nichts Bedeutendes sollte zurückbleiben. Ich brauche

*) [Dieser Bericht ist mit Benutzung von Correeturen und Anmerkungenaus dem Handexemplar, die hier nicht weiter bezeichnet sind, abgedruckt.