Druckschrift 
1 (1881)
Seite
485
Einzelbild herunterladen
 

ÜBER DIE ELFEN. 485

vümf jungen sie mir hint gowan,

die sint sehoene unde wolgetän

lanesitic, wiz unde herlich,

der alten katzen alle gelich."

vümf jungen?" sprach daz schretelin.-

ja, sprach er, üf die triuwe min,

louf hin unde schouwe sie,

du no gestehe so schcener katzen nie,

besieh doch, ob ez -war si."

pfi dich! sprach daz schretel, pfi!

sol ich sie schouwen, we mir wart,

nein, nein, ich kom niht üf die vart,

sint ir sehse worden,

sie begunden mich ermorden.

diu eine tast mir e so we,

in dinon hof ich niemer me

kom, die wüo ich hän min leben."

diu rede kam dem büman eben,

daz schretel vor im verswant,

der büman kertc heim zehant,

in sinen hof zöch er sich wider

unde was da mit gemache sider,

er unde sin wip unt siniu kint,

diu lebeten da mit vröudon sint.

Merkenswerth ist, dass der Schrat Nachts zum Feuerherbeinaht, Fleisch zu braten, denn dies stimmt zu dem, wasGervasius von Tilbury in der vorhin angeführten Stelle sagt:die Kleinen kämen in der Nacht zum Feuer, wo sie sichFrösche brieten und solche verzehrten. Das Schretel hat demEigenthilmer Haus und Hof verleidet, wie der oben genannteteuflische Geist Grendel seine Burg dem dänischen König, welchergleichfalls durch einen fremden Helden von der Plage befreit wird.Und Grendel treibt sein Spiel immer bei Nacht. In dieser Be-ziehung ist ?iicht zu verkennen, dass vielen heutigen Kindermärchen,worin ein muthiger Wanderer seine Nachtherberge von Geisternund Spuk reinigt, ganz dieselbe Idee unterliegt. Frühmorgensbezeigt sich der Wirth ebenso vermindert, dass der Gast mit demLeben davon gekommen sei; zuweilen wird auch der Reisendevon Thieren begleitet, die ihm, wie hier der Bär dem König,eigentlich die Sache gegen die Geister ausrichten.