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1 (1881)
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ÜBER DIE ELFEN. 465

(ßertholds Predigten S. 194 a) erhält durch solche ErzählungenBedeutsamkeit.

Die Elfen necken besonders gern, indem sie unsichtbarmit kleinen Steinen werfen. Ein schottischer Brownieerhielt davon einen Beinamen. Die Bergmännlein in DeutschenSagen (No. 37) lieben diesen Scherz; auch Eiberich wirft nachOtnit, ohne dass dieser ihn sehen kann (Str. 162). Nach derLegenda aurea cap. 177 war im Jahr 856 ein Poltergeist inMainz, der die Priester, welche Messe sangen, mit Steinenwarf.

2) Aber die Elfen sind auch treu und scheinen nur Ver-trauen von den Menschen zu fordern.Niemand soll festeGelübde brechen!" sagt der eddische Zwerg (Alvismäl III).Eiberich, der im Nibelungenliede dem Siegfried von demAugenblick an, wo er ihm Treue gelobt hat, völlig und auf-richtig ergeben ist, hält auch dem Otnit Wort und löst sich,wie er versprochen hat. Er sagt:

Str. 136. im mich üf die triuwe min.und

Str. 137. ez sprechent min genözen, daz ich getriuwe si.

Dagegen bedrohen sie den, der ihnen das gegebene Wort nichthält (Thiele III, 48) oder bestrafen ihn (Deutsche S. No. 29).In Island glaubt man, dass sie Recht und Billigkeit in allenDingen üben. Einem, der ihnen einen Goldschuh heimlichmitgenommen, brannte das ganze Haus ab (Thiele III, 64).Unbezweifelt ist die Treue der Hausgeister, die keine Unred-lichkeit dulden und deshalb selbst das Gesinde strafen. Diehöchste Anhänglichkeit zeigt die irische Banshi,,die den Todeines Familiengliedes jedesmal in der grössten Trauer verkün-digt, und ihr Klaggesang bildet den Gegensatz zu dem ver-spottenden Lachen anderer Elfen. Auch in Tirol und Nieder-sachsen glaubt man an einen Geist, v der zu dem Fenster hinein-schaut und schwer über das Haus legt, wenn jemand darinstirbt (Deutsche S. No. 266), und die weisse Frau mit ihrerSchleierhaube (No. 267) gleicht der Banshi vollkommen.

3) Als verschlagen und listig werden die Zwergeüberall geschildert und es bedarf keiner Beispiele. Auch Elbe-

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