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464 ZU DEN MÄRCHEN.

1) Sie necken gerne, höhnen und spotten die Menschen,

ohne ihnen eigentlichen Schaden damit thun 7.11 wollen, und eine

gewisse Gutmüthigkeit bricht neben dieser Neigung hervor.

Der Hausgeist in der Deutschen Sage (No. 75) hatte seine

grösste Freude daran, did Leute an einander zu hetzen, trug

aber vorher alle tödtlichen Waffen fort, damit sie sich kein

Leid anthun konnten. Sonst narrte und neckte er die Leute,

wo er konnte, hatte seine Kurzweil mit einem Narren und

machte Spottlieder auf die, welche in seine Falle gegangen

waren. Eiberich zeigt dieselbe Natur:

Otnit Str. 451. er wende die heiden irren, Eiberich was kluoc,der heiden abgöte er in die bure truocda mite wolt' er sie effen unde triben sinen spot.

Er ruft ihnen dann unsichtbar zu, er sei ihr Gott, sie solltenihn anbeten. Laurin neckt durch plötzliche Dunkelheit die-jenigen, welche mit ihm in den Berg gegangen sind. Eiberichlockt dem Otnit den wunderbaren Ring ab, macht sich dannunsichtbar, lacht ihn aus und spottet über seine Drohungen,giebt ihn gleichwohl gutwillig wieder zurück.

Die Wichte in den Bergwerken (Deutsche Sagen No. 37)rufen, und wenn die Arbeiter herbeieilen, finden sie niemand.In Norwegen nehmen sie den Menschen ihr Werkzeug wegund bringen es mit Hohngelächter zurück.

Dagegen vertragen die Elfen selbst keinen Scherz, und sogerne sie die Menschen auslachen, so gestatten sie doch nichtden Menschen, es zu vergelten. Der Hausgeist duldet keineNeckerei. Die Elfen luden ein Dienstmädchen, das sie sehrliebten, zu einer Hochzeit; als das Brautpaar daher kam, lagunglücklicherweise ein Strohhalm auf dem Weg, der Bräutigamkam wohlbehalten darüber, aber die Braut nicht, sie fiel. DasMädchen konnte Lachen nicht unterdrücken und augenblicklichverschwand alles (Swenska Visor III, 159). Ein Knecht ver-spottete einen Kleinen, weil er an einem einzigen Weizenkornschwer trug, zornig warf er es zur Erde, es war vom feinstenGolde, aber er und die Seinigen verschwanden seit der Zeitund das Haus gerieth in Verfall (Strack Beschr. v. EilsenS. 124). Das alte Sprichwort vom Halm an dem Wege