450 ZU DEN MÄRCHEN.
schön und jugendlich und alt und hässlich geschildert werden.Der Zwerg hat ebenfalls Kindesgestalt, aber ist alt und häss-lich, langnäsig, von dunkler, wie vorhin erwähnt ist, blaugraueroder erdbrauner Farbe; weil ihn das Licht nicht bestrahlt,.hat er das Gesicht einesTodten, daher sagtauch in derEdda(Alvis-mäl II) der Gott zu dem Zwerg: „Wie bist du so fahl ander Nase, warst du in nächtlichem Dunkel bei einer Leiche ? aDabei ist er missgeschaffen, dem Oberon wird mit Unrecht ein,Höcker zugeschrieben (il est tout bossu), er gehört einemschwarzen Elfen (vgl. Thiele I, 121. 122). Eiberich zeigt, wienah den Sagen die Verwechselung lag, während er im Otnitals ein schönes Kind beschrieben ist, erscheint er in den Nibe-lungen als ein alter, bärtiger Mann:
2001. [46G, 2] do vienc er (Siegfried) bi dem barte den altgrifen man.Und seines Alters gedenkt das Kind auch im Otnit Str. 252:ich trage üf minem rücken me dan vierdehalp hundert jär.Ganz wie in dem deutschen Kindermärchen (I 2 , 205) der elfischeWechselbalg ausruft: „Nun bin ich so alt, wie der Wester-wald," womit man die entsprechende Stelle in dem irischen(unten S. 38) und dänischen (bei Thiele I, 48) vergleichen kann.— Ein altwallisisches Gedicht (Fairy tales p. 195. 196) nenntdie Elfen „schiefmäulige"; der Cluricaun ist hässlich undsein Gesicht einem verschrumpften Apfel ähnlich, so zeigt sichder Elfe auf Bottle-Hill (unten S. 44) und genau gerade so be-schreibt ihn Gervasius von Tilbury aus dem 13. Jahrhundertin einer merkwürdigen, unten vollständig anzuführenden Stelle.Die Bergmännlein der deutschen Sagen sind immer alt undgreis. Der Nix wird in Schweden dargestellt klein mit Gold-locken oder alt mit einem Bart; man sieht ihn manchmal aufden Felsen sitzen und sich den Bart auswinden (Schwed. Volksl.III, 133).
4) Bei Zusammensetzung der Namen trat, wie vorhin be-merkt ist, das christliche engil an die Stelle des heidnischenalp, ein umgekehrtes Verhältnis scheint in der bildenden Kunststatt gefunden zu haben. In der Bibel und den Kirchenväternbegründet nichts die Annahme einer kleinen Gestalt der Engel yaber das Volk war gewohnt, sich die Elfen als Kinder von grosser