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1 (1881)
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444 ZU DEN MÄRCHEN.

4) Am reinsten und in der ursprünglichen ausgedehnten Be-deutung haben die nordischen Sagen und Gedichte diese Benennungerhalten. Altnordisch dl/r, PL dlfar; schwedisch elf, PI. elfar,woneben häufig der weibliche PI. elf vor gebraucht wird; dänischelv, PI. eloe, in Zusammensetzungen heutzutag ellefolk, ellekone,ellekonge statt elcefolk usw.; aus welchem ellekonge durch ein Miss-verständnis die unrichtige , deutsche Übersetzung Erlkönig ent-sprungen ist, da der Name des Geistes mit dem des Baumes Erle 7dänisch eile, altnordisch elni (alnus) nichts zu schaffen hat.

5) Die Urbedeutung des Namens alp, älf, älfr hängt wahr-scheinlich mit dem lateinischen albus (weiss) zusammen, vergleichedas griech. akovzw (Mehl), ak<pvzd>, ein weibliches Gespenst, vordem sich die Kinder fürchteten (toeisse Frau'?); nicht aber mitdem lat. alpes (Berge). Sie berührt sich auch mit dem allgemeinenFlussnamen Elbe, elf, albis (franz. aube), ohne dass man darauszu schliessen braucht, die Elfen seien Wassergeister, was sie nurzuweilen sind.

IL ABSTUFUNG UND VERSCHIEDENHEIT.

Die Sagen, welche die Elfen als vom Himmel verstossene,der Hölle halb verfallene Engel, eben deshalb als halb teuflischeWesen schildern 1 ), haben einen Gegensatz, der schon vorhandenwar, in christlicher Ansicht erklärt, schwerlich aber geschaffen.Die Edda unterscheidet weisse, leuchtende Elfen des Lichtsund schwarze Elfen der Finsternis, nicht als gute und

*) S. unten das irische Märchen No. 4. die Mahlzeit des Geistlichen unddie Anmerkung dazu, wo die übereinstimmende dänische und schottische Sageangeführt ist. Auch in Schweden ist sie aller Orten bekannt, nur, und dasist merkenswerth, mit entgegengesetzter Auflösung (Schwedische Volkslieder III,128). Zwei Kinder spielen an einem Fluss, da. sitzt ein Nix auf dem Wasserund lässt seine Harfe ertönen. Die Kinder rufen ihm zu: .,Was hilft, dassDu da sitzest und spielst, Du wirst doch nicht selig!" Der Nix weint bitter-lich, wirft seine Harfe hin und sinkt in die Tiefe. Als die Kinder heim zuihrem Vater kommen, erzählen sie ihm, was sieh zugetragen hat. Der Vaterheisst sie zurückgehen, den Nix trösten und ihm die Versicherung der Er-lösung geben. Als sie bei dem Fluss anlangen, sitzt der Nix auf dem Wasserund weint.Nix, traure nicht," rufen sie ihm zu,der Vater hat gesagt,dass auch Dein Erlöser lebe." Da nimmt der Nix seine Harfe wieder undspielt fröhlich. (Vgl. auch das. III, 158.)