ÜBER DIE ELFEN. 443
ganz das Wesen der gutmüthigen Elfen. Aus dieser altfranzösischenQuelle haben die englisclcen Dichter ihren Elfenkönig Oberon ge-schöpft, den sie schicklicher in einen Elfric übersetzt haben würden,da Ob nichts anderes als das englische Elf bedeutet.
3) In angelsächsischen Denkmälern begegnet soicohl das ein-fache älf als die Zusammensetzungen älfric, älfred usw. FürsFem. gilt älfen Gen. älfenne. Über die ältere, weitere Bedeutungkann kein Zweifel sein; mägälf und älf seine werden in den Dich-tungen auch als Epitheta von Menschen gebraucht (Cädm. 40. 58.Beov. 194. lud. 9.). Sagen selbst scheinen nicht erhalten. In denHandschriften finden sich wohl die Ausdrücke dünälfenne (mon-ticolae, castalides), feldälfenne (mdides, hamadryades), muntälfenne(oreades), saeälfenne (najades), vudälfenne (dryades), die jedochmehr zur Übersetzung der griechischen Wörter gebildet scheinen,als uns Unterscheidungen einheimischer Geister lehren. — Späterealtenglische Dichter enthalten dafür genug Beispiele von lebendigerFortdauer des Wortes und der Sache. Es wird hinreichen ihrereinige aus den Canterbury tales hier folgen zu lassen.
5174. the inouther was an elve by aventureycoine by cliarmes or by soroerie.
6442. the .elfquene with here joly compagniedanced ful oft in many a grene mede,tkis was the old opinion, as I rede,I speke of many hundred yeres ago,but new can no man see non elves mo.
13718. 13720. 13724. an elfquene. 13633. se semeth elvishby his contenance. 16219. elvish craft. 16310. elvish nice. EineMenge anderer stehen bei Spenser und Shakespeare'*}, nach tmdnach ist der ungefähr gleichbedeutige Name fairy gebräuchlicherworden. Wieicohl nun jenes elf zuioeilen völlig den Sinn desspäteren, hochdeutschen Alp hat und elvish gerade so den vonphantastisch, so giebt es doch eine Reihe echter Elfensagen unterdem alten Namen ohne solche Beschränkung auf blosse Zauberei.
J ) Der Shakespearischen Elfen Eigentümlichkeiten, an denen der Dichtereinen nicht geringen Antheil haben mag, obgleich er im Ganzen den Glaubendes Volks zu Grund gelegt hat, findet man zusammengestellt yon Voss inden Anmerkungen zum Sommernachtstraum S. 509—511.