KINDERWESEN UND KINDERS1TTEN. 367
en grooten Wulf vor de Dör." — „Wat deit he?" — „SlipptMessen." — „Wat will he damit doon?" — „He will uns allde Keel afsnieden." Der Schäfer sucht die Schafe zu schützen,aber der Wolf fängt doch endlich eins, welches hernach an dieStelle des Wolfs tritt. (Schütze Holstein. Idiotikon I, 261. IV,17.)— Kätzchen und Mäuschen. Ist jenem ähnlich. DieKatze steht in einem Kreis, die Maus haussen, die Katze willimmer heraus, der Kreis aber hält fest zusammen und singt:
„Mäuschen, lass dich nicht erwischen,spring über Bank und Tische:husch! Mäuschen, husch!"
Bricht die Katze doch durch den Kreis, so wird dasMäuschen hereingelassen und der Katze der Zugang versperrt,bis ihr endlich gelingt, das Mäuschen zu fangen. — VomBerg ziehen. Einer steht oben auf dem Hügel, die andernunten suchen ihn herabzuziehen und seinen Platz zu erhalten,,dagegen wehrt er sich. Dabei wird gesungen:
K „0 Barg (Berg) min!"„Wo lange is he din?"„Hut oder morgen. - '„Scheer heraf, lat der nii vor sorgen!''
Im Holsteinischen (Schütze III, 101), doch auch anderwärtsüblich.—■ Erbsenspiel. „Gieb mir eine Erbse."— „Ich habkeine." — „Geh zum Müller und hol dir eine." — „Er giebtmir keine." — „So such dir eine." — „Ich finde keine." —„So blas ich dich." — „So wehr ich mich." — Nun blasensich die Kinder ins Gesicht, wer es am längsten, ohne zttlachen, aushält, bekommt von dem andern eine Erbse. —Ringelreihe (plattd. Kringelkranz). Die Kinder fassensich bei den Händen und tanzen im Kreis, dabei wird ein Liedgesungen, und wenn die Worte: „sitzt nieder!" vorkommen,so setzen sie sich plötzlich und stehen wieder auf. DasLied ist:
Ringel, Ringel, Reihe!
Sind der Kinder dreie,
sitzen auf dem Holderbuseh,
schreien alle: musch! musch! musch!Sitzt nieder!