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368 ZU DEN MÄRCHEN.

Es sitzt'ne Frau im Ringeleinmit sieben kleinen Kinderlein.Was essens gern?Fischelein",Was trinkens gern? ,.rotlien Wein."Sitzt nieder!

Königstöchterlein. Ein Mädchen setzt sich in die

Mitte und zieht sein Röckchen über den Kopf in die Höhe,

die andern Kinder stehen rings herum und halten den Rock.

Eins geht um den Kreis und fragt:

Ringel, Ringel, Thale ringen,

wer sitzt in diesem Thurm drinnen?"

Das Mädchen antwortet:

..Königs - Königstöehterlein!"Darf man sie auch anschauen? - 'Nein, der Thurm ist gar zu hoch,du musst einen Stein abhauen."

Nun schlägt es auf eine Hand, die den Rock muss fallen

lassen. Dann geht die Frage von neuem an. Sind alle Steine

herunter, so springt das Königstöchterlein auf und den übrigen,

die davon laufen, nach. Wen es erhascht, der muss in den

Thurm. Der Reim lautet auch so:

Zink, zink, Tellerlein,

da sitzt des Königs Töchterlein

in einem hohen, tiefen Thurm;

wer's will sehen, muss die Stange brechen!"

Blinde Kuh oder blinde Maus. Einem werden dieAugen verbunden, und so sucht er einen andern in einem be-stimmten Umfang zu haschen, der dann an seine Stelle kommt.Im Anfang wird er von einem im Kreis herumgeführt, damiter nicht weiss, an welchem Ort er steht; dabei ist im Hol-steinischen folgendes Gespräch üblich (Schütze I, 115). DerFührer fragt:Blinde Ko, ik leide di." Der Blinde:woneemhen?"Na'n Bullenstall.«Wat sall'k da doon?«Klütjen (Klösse) un söt Melk eeten.«Ik heff keenLepel."Nimm en Schüffei (Schaufel)."Ik heff keenSchüffei.«Nimm en Tüffel (Pantoffel).«Ik heff keenTüffel." to, wo du een krigst.« Hier lässt der Führer dieblinde Kuh laufen. Fischart Gargantua S. 166 a gedenkt diesesSpiels. Es wird auch so gespielt, dass der Blinde mit einem