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einander zu hören, und der beste Massstab, den EindruckGoethes auf seine Zeit zu messen, wer diese Arbeit unter-nommen, würde eine Stimme gehabt haben und grosses Lob rwenn sie gelungen. Was wir aber hier zuerst bemerken undwas der Verfasser selbst sagt: es sind keine Dialogen, sondernMonologen, also kein lebendiges Gegeneinanderstreiten; aberauch weiter: Monologen, in wenigem nur oder gar nicht gegeneinander gerichtet, sondern auf einander folgend, so dass jedereiner anderen Betrachtung gewidmet ist. So wird es deutlich,dass hinter acht Masken nur ein Einziger ohne Gegner redet,der sein auf diese Weise ausgesprochenes Urtheil sichern will,wie durch die Berufung auf das Höherstehen des Lesers, derschon herausfinde, was die Wahrheit treffen müsse. Im Ganzenist der Artikel mit Sorgfalt geschrieben, in dieser Bemühungzeichnet er sich aus und ist einer von denen, welchen man gegenden im früheren Werk gelieferten halten muss, um sich zu über-zeugen, dass der Verfasser hier mehr geleistet, er enthält auchmanche recht gute Bemerkung. Dass man die mehrsten Stimmenlobend vernehme, versteht sich, und da diese ihren meist kleinenTadel wieder einschränken und er wohl bloss des Übergangshalber eingemischt worden, so wollen wir dessen nicht weitergedenken; das Lob ist auch mit Sorgfalt ausgedrückt und nurdie etwas nach Shakespeare formirte kalte Hyperbel: der Ver-fasser „wolle ein deutsches Wörterbuch in die Hand nehmen rum jedes einzelne lobende Wort desto schneller an sich zu raffenund jedes in Beziehung auf Goethe zu unterschreiben" — könnenwir uns nicht gefallen lassen. Wenn der Verfasser nicht daraufbestanden, eigentlich zu richten, so würde er zwei seiner Rednerunterdrückt haben, und dann hätten sich seine Mittheilungen als-eine nicht unangenehme Ansicht gelesen, gegen diese beidenmuss aber der Kecensent sich erklären. Er darf um so eherden Verfasser dafür verantwortlich machen, weil der eine, derkeine Mässigung in seinem Eifer kennt, als ein lebendiger Cha-rakter, sein Lob, das er für die Werke Goethes, von denen ernicht spricht, gewiss in sich trug, nicht zurückgehalten und da-durch seinen Tadel erst in Verhältnis gesetzt hätte, der so un-begrenzt genug erscheint. Der, welcher hernach noch einzu-