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1 (1881)
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264 KUNSTPOESIE.

Es hätte ihm doch die Kraft nicht genommen.

In diesem Garten gar nichts stund

Denn hohe Bäume gewachsen rund,

Die waren der allerbesten Frucht,

Denn sich der Abt liess dauern nicht,

In fremde Lande zu schicken weit

Nach jedem Baum zu gelegener Zeit,

Damit er solche möcht bekommen.

Keine Frucht war hier nicht ausgenommen.

Von Äpfeln, Birnen mancherhand

Er hier in diesem Garten fand.

Unter den Bäumen stand das Gras,

Lustig im Thau, noch blinkend nass,

Mit vielen Blümlein untermenget,

Als wenn's mit Farben wäre besprenget,

Der edle süsse Vogelgesang

Auf allen Bäumen so laut erklang,

Dass einer an demselben Ort

Kaum hören mocht sein eigen Wort,

In [Je] einer dem andern zuwider erschallt,

Dass es durch alle Bäume erhallt.

Der Zaun, so da gieng rund umher,

Der war von lauter Kreuselbeer,

Die hiengen allenthalben voll Frucht,

Der Zaun ganz dick war in der Zucht

,Von Laub und Dornen, dass kein Maus

Hätt mögen kommen ein noch aus.

Pomona stand gar herrlich gemalt,

Die Göttin gross von schöner Gestalt

Auf vorherbeschriebener Gartenwand,

Wie sie im Garten zu pflanzen verstand

Die schönen Früchte wundersam,

Davon ihr Name auch herkam,

Von Poma ist sie Pomona genannt.

Auch war zierlich gemalt an der Wand,

Wie Vertumnus, der Jüngling zart,

Der Pomona Buhler ward.

Hier sah man, wie er oft verwandelt

Als Fischer kam, mit Fischen handelt,

Dann kam er wie ein Gärtener,

Trug auf dem Hals einem Rückkorb schwer,

Jetzt kam er wie ein reisiger Mann,

Sprach allezeit die Pomona an,