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1 (1881)
Seite
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ÖHLENSCHLÄGERS PALNATOKE. 259

Da muss man's schleifen; und wenn es gewinnt,Das Schwert dagegen mehr und mehr verschwindt.Und treiben wir es lange rasch so fort,Ist weggeschliffen bald der Kämpe dort.

(König Harald tritt herein in seinen Leichenkleidern.)Da ist er schon. Hatt' ich das nicht gedacht!Nun hat er fehlgegriffen und kommt anIn Leichenkleidern. Hu! ein grauser Anblick!

Harald (mit stolzer Hoheit).Hier bin ich in der eigentlichen Tracht;Der Tracht, die meinen Stamm und Ursprung deutet,Und die mit seltner Herrlichkeit bezeugt,Aus welchem mächt'gen Schössling ich entsprossen.Die andre wird von Demuth nur getragen:Doch diese schmücket mich vor allen andernDen hoheitsvollen Tag, wenn ich besteigeDen Thron.

Skofte.Wohl, stolzer König! hast du Recht;Denn sicherlich bist du der grösste MannIn dem vierkant'gen, kleinen Föhrenreiche;Die andern sind nur Würmer gegen dich.

Harald (betrachtet sieh).O Himmel, was ist das?

Skofte.

Dass du gewusst,Im Finstern, was du wolltest, wohl zu finden.

Harald (erschreckt).Ich nahm das Pack, das rechter Hand gelegen!Gewiss, ich weiss es, lag sie rechter Hand,Die Königstracht! Selbst legt' ich sie dort hin,Den Schlüssel hab' ich selbst ich weiss es sicher.

Skofte.Das ist wohl nicht das erstemal, o Harald,Dass du die recht' und linke Hand verwechselt?

Harald.Geh! Surtur zaubert furchtbar diese Nacht!Geh, tauch' den Dolch in meines Feindes Blut,