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1 (1881)
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CHRISTI WIEDERERSCHEINEN IN DER NATUR.

NACH DEM DÄNISCHEN DES A. ÖHLENSCHLÄGER ÜBER-SETZT VON WILHELM CARL GRLMM.

Vaterländisches Museum. Hamburg, bei Fr. Perthes. 1310. 8.Bdl, S. 211213.

1. CHRISTI GEBURT.

Üeden Frühling, wann -weichen die Nebel dem Blau,Steigt das Christkind hernieder aus himmlischer Au,Singen die Engelein in Lüften, im Meer, in dem Feld:Das ist der Erlöser! das ist er selbst!Und all die Natur in Wonn' und FreudZieht an der Hoffnung hellgrünendes Kleid.

Vor jungen unschuldigen Hirten mit Macht,Als sie schauen gen Himmel in klarer Nacht,Schreiten über die Wiesen Gottes EngeleinUnd schweben und beben im Mondenschein,Singen: heut' ist geboren ein Erlöser gross,Aus dem Frühling, der holden Maria Schooss.

Sein einziger Trank ist der reinste Thau,Zum Himmel schauet sein frommes Aug,Zum Himmel streckt er die kindliche Hand,An die Erde gebunden mit Rosenband,Sein Lallen, wie Wehen in blühender Au,Seine Augen funkelndes Himmelsblau.

Ach Hirten, gehet nach Bethlehem hin

Und rühret den kalten, verhärteten Sinn,

Bittet sie, hinaus auf das Feld zu gehn

Und das Kindlein auf dünnem Stroh zu sehn,

Wie sein unschuldig Lächeln, seine Stimm mit Lust

Zum Himmel hebet die irdische Brust.