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1 (1881)
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ÜBER DIE SAGE VON DER TROJANISCHENABKUNFT DER FRANKEN.

Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen, übersetzt von Wilhelm CarlGrimm. Heidelberg 1811. 8. S. 431440.

-Li och eines besondern Umstandes rnuss hier ausführlich Er-wähnung geschehen. Hogen sagt im zweiten Lied [s. oben S. 161(188)], er habe seinen Panzer verloren und sein Ross in dem kaltenWinter, als sie vor Trojen gelegen. Rudbek in seinem Atland (1, 809)da, wo er die Trojaner von den Scandinaviern abstammen lässt,bemerkt zwar, dass noch Troiin und Trojenborg eine feste Burgim Scandinavischen bedeute, und somit wäre die Stelle leichterklärt. Allein das Wort ist nirgends zu finden, hingegen wohltroen, trogen (bei Ihre) und, was auch noch Rudbek anführt,Trygger (bei Gudmund Andrea): aber dies sind sämmtlich Ad-jectiva und sie haben ihre Wurzel nicht in Troja, sondernoffenbar in tro, tru, trygd, Treue (und sind daher zuerst durchfidelis, darnach erst durch tutus zu übersetzen). Wahrscheinlichhat sich Rudbek von seinem Eifer irre führen lassen. Mithinwäre doch das alte Troja in Kleinasien gemeint, welches be-fremdend genug erscheint, sich aber aus dem Folgenden erklärenwird. Im Nibelungenlied heisst Hagen: Hagen von Troneg, Trony,und JoachimusVadianus (starb 1551) sagt (de collegiis monasteriis-que veteribus apud Goldast SS. RR. AA. HI, 35), dass Dagobert,König von Austrasien, sein Schloss zu Tronia gehabt, welcheswahrscheinlicher für jenes Trony kann gehalten werden, als dasalte Tournüs (Tornucium) nach Johannes Müllers Meinung.Troja in dem Lied könnte demnach als eine Verwechslung mitTronia angesehen werden, allein dagegen streitet, dass in derdem Nibelungenlied ziemlich gleichzeitigen Niflunga SagaHogne zwar nur am Ende des Gedichts, allein ausdrücklich