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1 (1881)
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ZU DEN ALTDÄNISCHEN HELDENLIEDERN.

Altdänische Heldenlieder, Balladen und Märchen, übersetzt von Wilhelm CarlGrimm. Heidelberg bei Mohr und Zimmer. 1811. 8. S. V XL. 419422. 545.

VORREDE.

JL/ie Quellen einheimischer Poesie werden eben wieder auf-gegraben, der Zusammenhang derselben mit den Dichtungen süd-licher Völker offenbart sich immer mehr, gleicherweise ist eineHindeutung nach dem Orient nicht weiter zweifelhaft: auf derandern Seite, was unabhängig von fremden Einflüssen auf eigenemBoden gewachsen, wird anerkannt, und so scheint es immer deut-licher zu werden, wie die Völker auf einander gewirkt, was siegegenseitig sich mitgetheilt und was als selbstständiges Eigen-thum einem jeden muss vorbehalten werden. Haben wir diesesvollständig erkannt, dann dürfen wir es wagen, dem Faden nach-zugehen, welchen die alte Fabel gesponnen und in wunderbarenKreisen und Figuren durch die Welt gezogen. Wie wäre esaber möglich, ohne dies Forschen nach ihren Völkerwanderun-gen das Leben der Poesie, ihre Entstehung und ihr Wachsthumzu begreifen? Wie wir die Form einer zarten Pflanze noch ausdem Eindruck, den sie in dem harten Stein zurückgelassen, somüssen wir nicht selten, was bei uns verloren, in einer Abbil-dung erkennen, die bei einem fremden Volk davon entstand,und die, wenn sie auch nur geborgte Strahlen zurückwirft, dochden alten Glanz ahnen lässt. Nach keiner Seite werden wiraber so natürlich hingewiesen, als nach dem Norden, und darumscheint es Zeit, die Aufmerksamkeit auch dahin zu lenken. DieBahn ist erst wenig geebnet: die Mythologie war es meist, dieman aufsuchte, oft nur, um ihr eine Ungerechtigkeit anzuthunund sich nach Beweisen für eine Ansicht umzusehen, die sieim Voraus für eine Nachahmung der griechischen und römischenausgab, und welche kritische hiess. An die alte Dichtung hatman wenig gedacht, und doch hat die Sonne Homers auch über