118 NA.TURPOESIE.
So singent vns die blinden,
das syfried hürnoin weredurch das er vberwinden
auch künde einen trachen freysebereund von des blute ward sein fei verwandelt
in hörne stark für wapendie habent sich an warheit missehandelt.
Es ist charakteristisch, wie diese kritische Ansicht gelten muss,um eine Geringschätzung gegen die Blinden, d. h. gemeinen,albernen Leute begründen zu können, bei dem festen Glaubenan die Wahrheit der romantischen Poesie. Vielleicht mag diechristliche Religion auch etwas gewirkt haben, um gegen dieseSagen, voll von dem Volksglauben an eine alte Zeit, wo Riesenin furchtbaren Höhlen wohnend, die Welt beherrschten, zustreiten. Gottfried von Strassburg sagt im Tristan, V. 16555:
daz selbe hol (Höhle) was wilint 1 ) e (ehemals)under der heidenischen e (Ehe, Religion)vor kormeis (?) jarenda risen da herre waren
Am häufigsten wird das Nibelungenlied erwähnt 2 ), welchesvielleicht, als der Mittelpunkt und das herrlichste von allen,
x ) Wieland. Bezieht sich ebenfalls auf die Sage von Wittich, WielandsSohn. S. p. 102, N. 3.
3 ) Hier nur folgende Beispiele: Wolfram von Eschilbach im ParcivalV. 12550 ff. [420, 26-421, 10]
ich taste e als rumolt
der kunec gunther riet
do er von wormeze gein den hiunen seiet
er bat in lange sniten bam
vnd in some chezzel unbedram
der lantgrave ellens riche
sprach ir redet den geliche
als manger weiz an iu furwar
iwer zit und uwer jar
ir ratet mir dur ich wolt idoch
vnd sprechet ir tastet als riet ein choch
den chuenen niblungen
die sich unbetwungen
uz huoben da man in räch
daz sivride davor gescach.