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und ihm im Schlafe Hände und Fiisse abhauen, doch könnensie ihn nicht tödten, da Erpur fehlt, der ihm das Haupt ab-schlagen sollte. Daher werden sie selbst von des Königs Leu-ten todt gesteinigt. Mit ihnen gieng das ganze Geschlecht zuGrund. — In der Edda, die dem Sämund zugeschrieben wird,kommt ebenfalls die Sage vor. Brynhilde auf dem Scheiter-haufen prophezeit:
„Swanhillde werden Biocos Rathschliigc vernichten,Es lebt Jormunreccr zum Unglück anderer."
Saxo Grammaticus (historia danica üb. 8. p. 156. 157.ex edit. Stephanii) stimmt, bei manchen kleinen Abänderungen,im Ganzen damit überein. Jarmericus hatte den Bicco, einesKönigs Sohn, seiner Brüder beraubt und dieser Rache suchendschmeichelt sich ein und verführt ihn zu dem Abscheulichsten.Auf sein Anstiften ermordet er zwei Schwestersöhne in Deutsch-land und treibt ihn, gegen seine Blutsfreunde zu wüthen.-------
Sein Sohn, der Broderus heisst, wird nur scheinbar an denGalgen gehängt, und wie dessen Lieblingshund zu klagen an-hebt und der Habicht die Federn sich selbst auszieht, sendetder König, solches als Vorbedeutungen betrachtend, hin undlässt ihn unbeschädigt abnehmen. Suavilda wird fest an dieErde gebunden und soll von Pferden zerrissen werden. Abersie war (erzählte man) von solcher Anmuth, dass selbst diewilden Thiere, erschrocken, die schönen Glieder mit ihrenschmutzigen Füssen nicht berühren gewollt, bis Bicco, herbei-eilend, Leib und Gesicht zur Erde hinwenden Hess. — Auchin der Volsunga Saga kommt die Erzählung davon vor. Tor-fäus (in serie dynastar. ac regum Daniae. Hafniae 705. 4.p. 326 — 28) führt sie an, wie sie von seinen Landsleuten er-zählt werde: fast wie in der Edda, der Sohn heisst Randver,und die Thiere wollen eher nicht die Suanhilde anrühren, bisihr Gesicht und der schimmernde Glanz ihrer Augen bedeckt ist.
Wie verschieden wird nun in Deutschland diese Sage ge-funden und dennoch in denselben Grundzügen: ein König durchdie Anschläge eines Rachsüchtigen verleitet, tödtet Kinder undVerwandte und muss so sich selbst verderben. Was dort aus-führlich erzählt wurde, ist hier kaum angedeutet und umgekehrt,