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1 (1881)
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ENTSTEHUNG DER ALTDEUTSCHEN POESIE. 103

bildete, mit andern mannigfach verwebte und Namen und Orteverwechselte: das Gedicht von dem König Ermanaricus.Zuerst Jordanes (de reb. get. cap. 24) erzählt, wie dero-othische König Ermanaricus ein treuloses Weib Sanielh vonwilden Pferden habe zerreissen lassen, deren Bruder, ihren Todrächend, den König in die Seite verwundet. Leidend daransei er lebenssatt, hundert und zehn Jahre alt, gestorben.Sodann in der Edda des Snorro erscheint doch noch kennt-lich dieselbe Sage ausgebreiteter und poetischer. Dämesaga 77. l )König Jormutirekur hörte nun von der Schönheit der Suan-hilldur, da sendete er seinen Sohn Randver um sie zu bitten.Und als er kam zum Jonakur, ward Suanhilldur ihm in dieHände gegeben, dass er sie führe zu dem Jormunreke. Dasagte Bicke, Rathgeber des Königs (er fuhr mit Randver demSohne Jörmunreks), es wäre besser gethan, dass Randver sichder Svanhillde vermähle, da sie beide jung wären. DaraufsagteBicke solches dem König, da Hess Jörmunrek seinen Sohn grei-fen und zum Galgen führen, da griff Randver seinen Habichtund pflückte ihm die Federn ab und bat ihn zu senden seinemVater, und als Jörmunrek den Habicht sah, da kam ihm inden Sinn, dass er war federnlos, so auch war sein Reich ver-lassen, da er war alt und sohnlos." Dämesaga 78. Schwan-hilldur Ermordung und von Hamde und Sauria den Brüdern.Da Hess Jormunrekur, als er aus dem Wald ritt mit seinenLeuten vom Jagen und Svanhilldur sass beim Haarwaschen,über sie reiten und sie unter den Füssen der Rosse zertreten.Und als dies Gudrun hörte, rief sie ihre Söhne, zu rächenSvanhildur, und wie sie zur Fahrt eilten, da gab sie ihnenPanzer und Helme, und so stark, dass nicht ein Schwert sieverletze, und gab ihnen Rath, dass, wenn sie zu dem Jörmunrekkämen, sie zu ihm gehen sollten zur Nacht da er schlafe. Sauriaund Hamder sollten Hände und Füsse von ihm hauen, und Erpurdas Haupt." Aber Erpur wird unterwegs von den beiden an-dern Brüdern getödtet, die zwar zu dem Jörmunrek dringen

l ) Ex edit. Resenii. Hier eine wörtlich treue Übersetzung des isländi-schen Texts.