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1 (1881)
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HAGENS NIBELUNGEN. 89

auch nur damit verglichen werden, und es ist nicht zu ver-theidigen, dass es der Verf. doch damit gewissermassen ver-bunden. Was er zur Entschuldigung anführt, will wenig sagen:es finde sich in jedem Manuscript des Nibelungenlieds heisstdas in mehr als zweien? und dann rührt dieses bloss von denAbschreibern her, da in den Gedichten keine Vereinigung ist;hernach: er sei gesonnen, ein ganzes Heldenbuch herauszugeben,wozu das gehöre wir glauben nicht, da es in dieser Gestaltweiter keinen poetischen Werth hat.

Bei der Modernisirung der Klage hat der Verf. dieselbenGrundsätze, wie beim Nibelungenlied, befolgt, sie kann da-her, wenn man will, eben so beurtheilt werden, nur der Ab-schnitt über Rhythmus leidet keine Anwendung, da hier ebenkeiner zu zerstören war.

Darauf folgt ein Anhang. Dieser enthält eine kurze An-deutung zur Geschichte der Poesie des Mittelalters, worin nichtsNeues; die Ansicht des Verf. über die Behandlung der alt-deutschen Gedichte, eine Geschichte der Bearbeitungen desNibelungenlieds, Grundsätze über die Behandlung der Sprachedesselben: sehr fleissig; über ihren Werth wird derjenige ur-theilen, der eine Grammatik der altdeutschen Sprache unter-nimmt, vielleicht entschliesst sich der Verf. zu dieser verdienst-lichen Arbeit, wozu er die Neigung in eben diesen Bemerkungenzeigt; endlich über die Behandlung des Formellen. EineMenge Noten enthalten: Literatur der altfranzösischen, spani-schen, englischen und deutschen Poesie (112), dann meistder modernen Bearbeitungen (12 22). Sämmtlich bekannteDinge, bloss die Erfurter Märchensammlung war uns neu. Inden folgenden (22 67) eine Bemerkung über Schlegels Alarkos,über Bodmer, Hinweisnngen auf eine noch herauszugebendehistorische Einleitung zu dem Nibelungenlied, über Tie[c]ks zu-künftige Bearbeitung ff'., 67 über hochdeutsche Sprache undDialekte, 101 eine Abhandlung über Beugung der Bei- undFürwörter in der deutschen Sprache.

Endlich ein Glossar, geht von S. 529 595. Für dieÜbersetzung selbst bestimmt, ist die Existenz desselben schonein scharfes Urtheil, für den Grammatiker, dem es der An-