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1 (1881)
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HAGENS NIBELUNGEN. 81

3947. [990, 4]. do künde ir nieman trost heheinen gegeben.4207. da kunnt ihr Trost noch einen zu der Weite nie-

mand geben.

w \j ^5423. [13G2, 2]. do fingen disiu mere von lande ze lande.

wie ungeschickt ist hier der Daktylus vernichtet:

5694. da flogen diese Mähre von Lande bass zu Lande.

Wir können des Raums wegen keine grössere Stücke hersetzen,man vergleiche, wenn man will, die Erzählung von der Bären-jagd (V. 3841 ff.) usw. Bei dem Anfang einer Rede wirdgewöhnlich der Rhythmus lebendiger gemacht durch einenkürzern Halbvers mit einem Daktylus, dies ist ebenfalls über-sehen und gänzlich verwischt worden. Z. B.

3025. [760, 1. 2]. do sprach aber kriemhiU: sihestu nie er statt

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wi reelite herliche er vor den reken gat! ||

3272. da sprach aber Chriemhild: nun siehst du wie er staht

wie rechte herre liehe er vor den Recken gabt.

Freilich war der Verf. im Nachtheil, wenn er solche voll-tönende Formen wie: fruo, tuot, erroclien, ecleliu, huote, laza,minna, huob, vaha, liebiu aufgeben und die Worte: der buozeminiu leit nur eintönig: der büsse meine Leit übersetzenmusste. (Des Vortheils, die wohlklingenden Namen Liudgast,Liudger, Hünen, Huniburg etc. beibehalten zu können, hat ersich, wie es scheint, ohne Noth begeben, indem er Lüdeger,Lüdgast, Heunen, Heunenburg usw. schreibt.) Wir habennun zu sehen, welche Mittel angewendet worden, sowohl diesenVerlust zu ersetzen, als auch das Silbenmass auszudehnen.1) Zuweilen hat sich der Verf. durch Einrückung von Adjec-tiven, wie sie eben zur Hand waren, durch Wiederholung einesPrädicats und dergleichen geholfen. Man muss gestehn, dassdies meist mit Schonung und behutsam geschehen, wiewohl siezuweilen sehr überflüssig sind, z. B. keine V. 4465, grossV. 1740, beides V. 4546, dazu übellautend usw. 2) Weitbedeutender ist die Anwendung einer Menge nichtssagenderFlickworte: mehr, hie, jetzt, all, da, um, so, denn, heru.a.m. Vorzüglich häufig ißt: viel hineingeschoben, fast auf

V,-. GRIMM, KL. SCHRIFTEN. I. 6