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1 (1881)
Seite
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52 WISSENSCHAFTLICHE ANFÄNGE.

Wolken haben über dem Wald gestanden, und in jener tiefenEinsamkeit am hellen Mittag, die gleich der um Mitternachtkein Mensch ohne inneres Erschrecken empfindet, sind dieGeister auf der Heide hingeschwebt. Sind alle Wunder desTags vorübergegangen und die Schatten der Nacht haben dieErde verhüllt, hat er die Sterne betrachtet, die unergründlicheMilde des Monds und den Schlaf alles Lebens, und das Brausendes ewig bewegten Meeres gehört. Solche tiefe Naturanschauungist in allen Gleichnissen offenbart, sie sind nur leis angeknüpftan das, was sie bezeichnen sollen, und der Witz hat wenig An-theil an ihnen. Der Dichter vergisst bald, dass es Gleichnissesind, ihn freut das eigenthümliche Leben dieser Bilder, es isteine eigene Lust daran sichtbar, die alle andere Beziehungenvergisst, daher man sie als eigene kleine Gedichte betrachtenkann. So, wenn er gedenkt, wie die Sage alter Zeit lieblichsei, vergleicht er sie mit einem stillen Morgenthau, der mildherniedersinkt, und nun fährt er weiter fort: wie er auf denBüschen und Hügeln des Rothwilds gelegen, wann die Sonnelangsam steigt über die Stille der grauen Gebirg und keinTosen trübt den See, der im Thale glänzt sanft und blau 1 ).Oder er sagt, sein Schmerz habe sich in Liedern ergossen amWind, wie ein schattender Baum in wüster Berghöhen engemThal höre sanft die Stimme des Frühlings umher; hier schliesstsich das Gleichnis, aber Ossian hält das Bild fest: von Blätternumrauschet das Haupt; dem sonnigen Strahl sie entfaltendschüttelt er einsam die zitternden Zweige, umsummt von derBiene des Bergs. Froh schaut sein Weben der Jäger von kahlenund dörrenden Höhn 2 ).

PARCIVAL.

Drei Bilder bleiben uns aus diesem grossen Gedicht hellvor Augen: Gawan, Parcival und der heilige Graal, die Säulen,auf welchen das reiche Gebäude ruht.

!) Finjal HI,. 3.

s ) Timora III, 433. 492.