IV VORWORT.
Für alle Abweichungen von der Übersicht, welche A. Rassmannin seinem Artikel „ Wilhelm Grimm" bei Ersch und GruberBd91 (1871), S. 275—307 zum Theil auf Grund eigenhändiger„Verbesserungen" W. Grimms im Casseler Exemplar gegebenhat, kann ich also unbedingt eintreten; letztere beschränkensich, wie mir Herr Lohmeyer aus Cassel gütigst mittheilte, auf vierFehlerverbesserungen und ein Zusatzwort. Eine neue Controlle botsich, als mir nahe vor dem Abschluss des Verzeichnisses undnochmals nach dem Beginn des Druckes eine Anzahl J. Grimm'-scher Sammelbändchen von Göttinger und Heidelberger Recen-sionen, im Ganzen fünfzehn, von denen jedoch nach ihrerNumerirung zu schliessen noch einige oder mindestens zweimehr vorhanden gewesen sind, in die Hände kamen. Zweifelhaftbleibt nur die Recension von Simrocks Waltherübersetzung 1833,.Stück 94, welche J. Grimm auf dem Umschlag mit deutlichemWh. versehen, Benecke aber in den Honorarverzeichnissen aufseinen Namen eingetragen hat; auf welcher Seite der Irrthum.liegt, ist nicht entschieden. Andererseits fehlen in diesen Aus-schnittssammlungen einige sicher belegte Anzeigen. Damitauch im übrigen eine möglichst grosse Genauigkeit erreichtwerde, schien es nach Jahresfrist rathsam, das bis dahinzusammengebrachte chronologische Schriftenverzeichnis alleindrucken zu lassen und mit der Bitte um Vervollständigung zuversenden. Durch einzelne Nachträge bin ich den Herren Pro-fessoren Dr K. Weinhold, L. Holland, K. Goedeke zu grossemDank verpflichtet, vor allem aber der Verlagsbuchhandlung der' •Leipziger Litteraturzeitung, für welche fast jeder Anhalt fehlte,,den Herren Breitkopf und Härtel in Leipzig, welche mir nachfreundlichst wiederholter Nachforschung einen Contoauszug übersämmtliche auf den Namen des Legationssecretärs Jacob Grimmeingetragene Recensionen zugehen lassen konnten. Die Frage,welchem von beiden Brüdern elf bis jetzt unbekannte Kritikenzu vindiciren sind, ist nur für wenige mit Sicherheit zu ent-scheiden, da leider auf der hiesigen Universitätsbibliothek nurein Quartband mit der Bezeichnung „Recensionen II", welchervon 1814 bis 1817 reicht, aufzufinden ist; ich glaube aber nichtirre zu gehen, wenn ich sie sämmtlich Wilhelm zuschreibe und