VORWORT.
D,
'er längst gehegte und oftmals geäusserte Wunsch, nachdem Erscheinen der Kleineren Schriften Jacob Grimms auchdie seines Bruders Wilhelm gesammelt und herausgegeben zusehen, ist durch die Schwierigkeit, welche der erstere Theildieser' Aufgabe darbot, bisher immer vereitelt worden. HerrProfessor Dr J. Zacher in Halle hatte bereits vor zehn Jahreneine Zusammenstellung alles Vorhandenen übernommen (s.HermanGrimms Schlusswort in J. Gr. Kl. Sehr. V, S. 506), war aberam Beginn dieser von ihm lebhaft gewünschten Arbeit ver-hindert. Nach Vermittelung meines Freundes Dr Chr. Beiger,an welchen sich Zacher gewandt hatte, und des Herrn ProfessorDr W. Scherer hatte Herr Professor Dr Herman Grimm dieGüte, mir im März 1879 die Herausgabe der Kleineren Schriftenseines Vaters anzuvertrauen.
Bei der Aufstellung des Schriftenverzeichnisses war ich aufdas eigene Durchsuchen der Litteraturzeitungen und kritischenJahrbücher und auf zahlreiche schriftliche Erkundigungenangewiesen. Ausserdem überliess mir Beiger eine ihm vonder Göttinger Universitätsbibliothek ausgefertigte Liste derW. Grimmschen Recensionen aus den Göttingischen gelehrtenAn-zeiaren, welche auf meine wiederholten Anfragen Herr Ober-bibliothekar Professor Dr Wilmanns nach den Honorarverzeich-nissen, Herr Bibliothekar Dr Schubart inCassel nach dem Exemplarder ständischen Landesbibliothek und die Verwaltung der TübingerUniversitätsbibliothek nach dem Reussischen Exemplar mit dergrössten Bereitwilligkeit haben revidiren und ergänzen lassen.