Druckschrift 
1 (1865)
Entstehung
Seite
XVIII
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zen nur sechs Renchen'sche Drucke; die Wallraffsche Bib-liothek besitzt deren zwei. Renchen's Drucke zeigendreierlei Typen; eine grosse Titel type, eine kleinere für dieUeberschrilten und die gewöhnliche, ähnlich der Kölhoff-schen Type N. 8.

Cornelius von Zürichzee, gebürtig aus der Stadt-richzee in Seeland, druckte ; von 1489 bis 1517. Er wohntein dem jetzt mit Nr. 2 bezeichneten Hause in der Stolk-gasse. Bis zum Jahre 1500 sind zehn Drucke von ihmbekannt. Seine Firma heisst bald Cornelius de Zyrichzee,bald Com. de Zyrichzee apud Predicatores, bald apud Pre-dicatores in vico die Stolkgasse, bald einlach apud Predi-catores. Von den bis zum Jahre 1500 incl. herausgegebe-nen Zürichzee'schen Drucken besitzt die Wallraffsche Bi-liothek acht.

Johann von Landen erscheint als Buchdrucker von 1496bis 1521. Er wohnte zuerst, bis zum Jahre 1507, in derStrasse unter sechszehn Häuser, zog dann 1507 nach derGereonsstrasse in das der Artistenfakultät zugehörige Hauszur rothen Pforte (domus facultatis artium rubea porta no-minata.) ') Die meisten Landen'schen Drucke sind in klei-nem Format und behandeln ascetische Gegenstände. Biszum Jahre 1500 werden nur sechs Drucke von Landen an-gegeben; die Wallraffsche Bibliothek besitzt deren zwei.

Die Druckerei, welche hinter den Minoriten, retro con-ventum fratrum minorum gelegen und im Jahre 1497 ihrerstes Werk lieferte, scheint von Martin von Werden ge-gründet worden zu sein. Wenigstens benutzte Martin vonWerden, den wir erst im Jahre 1504 als Drucker kennenlernen, die Typen und den Holzschnitt der Druckerei retrominores. Dieser Holzschnitt stellt die Mutter Gottes, die

') Es war dies ein Haus, in welchem die kranken Magister undStudenten verflegt wurden.