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Mutter Anna und das Christuskind dar. Dieser Holzschnittfindet sich namentlich auf dem Titel der 13 sermones Mi-chaelis de Hungaria. Der Stimulus divini amores, der1502 retro minores erschien, hat diesen Holzschnitt eben-so wie einer der ersten Drucke von Martin von Wer-den. Man wird darum zu der Annahme berechtiget sein,dass Martin von Werden, zuerst sein Geschäft an den Mi-noriten eröffnete, bis 1504 daselbst wohnte und in diesemJahre in die Bürgerstrasse in die Nähe des Rathhauses ver-zog. Bis zum Jahre 1500 sind nur drei Werke dieser Druc-kerei bekannt; die Wallraff sehe Bibliothek besitzt eines,davon.
Hermann Bongart aus Kettwig, aucli Stouvenstein ge-nannt, druckte von 1493 bis 1521. Seine Drucke warenmeist für kirchliche, religiöse und liturgische Zwecke be-stimmt. Er wohnte in dem Hause zum wilden Manne aufdem Altenmarkt, gelegen gegenüber der grossen St, Mar-tinskirche, jetzt bezeichnet mit Nr. 43.
Sein Druckerzeicheu war ein auf einem Ringe stehen-des Kreuz, über demselben eine Krone, in der Mitte einHerz, oben links zwischen dem Kreuzesbalken die Sonne,rechts der Mond, unten links die Chiffern des Namens Je-sus, rechts die des Namens Maria, unten ein Ring, in des-sen obern Hälfte die Buchstaben F(elix) C(olonia), in deruntern H(ermann) B(ongart) , das Ganze hat eine Einfas-sung, die von einem wilden Manne und einer wilden Fraugehalten wird. Mitunter führt Bongartals Druckerzeichen dieHausmarke in einem Wappenschilde mit den BuchstabenH. B., au einem Baume hangend, gehalten von zwei Wilden.Als Schlussbild zeigen seine Drucke vielfach die Anbetungder hl. drei Könige, auf zwei Säulen seine Wilden mit Wap-penschildern, in di;r Mitte das kölnische Wappen mit denFlammen. Bis zum Jahre 1500 sind vierundzwanzig Druc-ke von Hermann Bongart bekannt. Die WallrafFsche Bib-