Druckschrift 
1 (1865)
Entstehung
Seite
XVII
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Denselben Holzschnitt, (Weltheiland} welchen eineAusgabe des Astaxanus von Quentel zeigt, hat auch JohannGuldenschaiff in einem Druck des Jahres 1483. Es scheintdaraus hervorzugehen, dass beide Drucker in freundschaft-lichem Verhältniss gestanden. Guldenschaiff stammt auseinem vornehmen mainzer Geschlechte, welches seinen Na-men von dem Hausezum goldenen Schaf" führte. Erscheint sein Geschäft in der Offizin von Fust und Schöffergelernt zu haben. Im Jahre 1477 gründete er in Mainzeine eigene Druckerei. Das erste Erzeugniss seiner Pressewar der über Alberti magni super officio missae. In dem-selben Jahre noch verzog er nach Cöln und druckte hierzuerst den liber de gestis ac translatione trium regum.Bis zum Jahre 1487, wo sein Name aus der Reihe der köl-ner Buchdrucker verschwindet, kennt Büllingen nur sieben-zehu verschiedene Drucke von ihm; die Wallraff'sehe Bi-bliothek besitzt deren aber ,23. Die GuldenschaiffschenDrucke zeigen drei verschiedene Typen: die grössere Titel-type, die gewöhnliche und die kleinere Type. Gulden-schaiff's expositio psalmorum von Peter von Harentals wardas erste Buch, welches die kölner Universität ihrer Censurunterzog.

Ludwig von Renchen, gebürtig aus dem Dorfe Ren-chen in Lothringen. Im Jahre 1487 finden wir ihn als Ei-genthümer eines Hauses an der Marspforte; in einem Bür-gerverzeichniss des genannten Jahres heiss,t es nämlich:lo-dowich boychdrucker, eyn Huyss an der marporten, dat ge-hoirt yem." Seine Presse war nur vier Jahre, von 1485bis 1489, in Thätigkeit, Er druckte einige Kirchenbücher,und das sehr gesuchte und geschätzteduytsche Passional".Ludwig von Renchen lebte noch im Jahre 1501, er gehörtzu den Buchdruckern und Buchhändlern, welche in diesemJahre die Hülfe des Papstes gegen die Ccnsurvorschriftendes erzbischöflichen Offizials anriefen. Wir kennen im Gan-