XVI
auf Blatt 24 des von Quentel 1480 gedruckten fasciculustemporum. Genau dieselbe Einrahmung wie die summaAstaxani hat das 32. Blatt des destructorium vitiorum. desJahres 1480. Die erste niederdeutsche Bibel, welche vielfachin das Jahr 1470 gesetzt wird, hat dieselbe xylographischeEinfassung an drei Steifen, im ersten Bande auf dem erstenund dritten Blatt, im zweiten Bande beim Beginn des neuenTestamentes, nur zeigt an letzter Stelle die rechte Seite des Rah-mens andere Figuren u. Arabesken. Die Typen dieser Bibel sinddieselben, welche Quentel im Astaxanus, im destructorium, imFasciculus temporum, in Jsidori liber ethimologiorum, Gritschsermones, Thomae aquinatis sententiae anwandte. Diemeiste Aehnlichkeit mit diesen Drucken haben die Hom-bergischen. Der letzte Druck, der unter dem Namen Hein-rich Quentel's erschien, ist vom Jahre 1503; in demselbenJahre starb Heinrich; am Schluss der epitome dieses Jahresheisst es nämlich: in officina pie memorie Henrici Quentelcirciter medium martii anno 1503. Büllingen zählt bis zumJahre 1500, 134 Quentel'sche Drucke mit dem Namen desDruckers, 41 ohne den Namen desselben. Die WatlrafF-sche Bibliothek hat 43 benannte, 18 unbenannte Druckevon H. Quentel.
In den Quentel'schen Drucken unterscheiden sich 13 ver-schiedene Typen; aber keine derselben ist einer der Götz'sehen Typen ganz gleich, namentlich findet sich zwischender von Götz in den Ueberschriften und viellach am An-fang der Wörter angewendeten lateinischen und der in denQuentel'schen Drucken vorkommenden lateinischen Type,auch nicht die entfernteste Aehnlichkeit. Hätte Quentel dieGötz'sche Offizin übernommen^ so würde die 1487 mit Götz'sehen Typen gedruckte Bibel der Quentel'schen Offizin an-gehören ; mit den andern gleichzeitigen Quentel'schen Druc-ke hat sie aber gar keine Aehnlichkeit.