Druckschrift 
1 (1865)
Entstehung
Seite
XV
Einzelbild herunterladen
 

XV

Mässgabe seiner Typen scheint er seine Kunst bei UlrichZell gelernt zu haben. Als Druckerzeichen bediente er sicheines an einem Baumast hangenden Doppelwappens, dessenrechter Schild einen abgebrochenen Zweig enthält, währendder linke ein Buch zeigt. Hombergs Rubrikator hiess Con-rad Düsseldorp. Büllingen führt v. Homberg 31 verschiedeneDrucke an, wovon eilf ohne Namen und Datum sind. DieWallraff sehe Bibliothek zählt neunundzwanzig verschiedeneHomberg'sche Drucke, theils mit, theils ohne Homberg'sNamen.

Der unternehmendste Drucker des 15. Jahrhunderts warHeinrich Quentel, der Gründer der berühmten Quentel'schenOffizin, die an anderthalb hundert Jahre den segenvollstenEinfiuss auf die Erhaltung und Hebung des wissenschaft-lichen Strebens am Niederrhein ausgeübt hat. HeinrichQuentel war in Strassburg gebürtigt und' hatte in Köln eineTochter der Eheleute Johann Helmann und Elisabeth vonCuesin geheirathet. Seine Wohnung und Offizin war dasHaus zum Pallast auf dem Domhofe, das jetzige Domhotel.In seinem ersten Druck führt er als Druckerzeichen denHeiland, segnend mit der Rechten, in der Linken die Welt-kugel. Dieser erste Druck ist Astaxani summa de casibusconscientie. Die Wallraff sehe Bibliothek bewahrt zwei Exem-plare dieses prachtvollen Druckes, die sich als zwei von ein-ander ganz verschiedene Ausgaben charakterisieren. Auf-fallend bleibt es, dass beide dasselbe Datum, 1479 seeundoKai. Sept., tragen. Diejenige Ausgabe, welche das genannteDruckerzeichen trägt, hat auf dem eilften Blatte, hinter demJndex einen kleinen Holzschnitt, Christus am Kreuze. In derandern Ausgabe fehlen diese Holzschnitte, dagegen zeigt dieerste Seite eine xylographische Einrahmung, unten die Anbe-tung der hl. drei Könige, oben und an den Seiten verschiedeneArabesken und komische Figuren. Der untere Theil diesesRahmens, die Anbetung der hl. drei Könige, findet sich auch