Druckschrift 
1 (1865)
Entstehung
Seite
XIV
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XIV

ginis gratia. Götz hatte sich, ehe er die Buchdrucker eiergriff, der Jurisprudenz gewidmet; im Jahre 1470 war erin das Album der juristischen Fakultät eingetragen worden. ')Es scheint, dass er im Jahre 1480 die Stadt Köln wiederverlassen hat. Im Jahre 1481 war er schon nicht mehrkölnischer Bürger; er sucht die Vermittlung des Herzogsvon Lothringen nach, um eine Forderung gegen den Münzmeister Erwin vom Steige geltend zu machen. 2 ) An wenseine Typen übergegangen, ist nicht festzustellen. Jeden-falls sind dieselben in Köln geblieben. Denn die Bibel,welche im Jahre 1487 vollendet wurde, ist mit Götz'schenTypen gedruckt. Nach dem Jahre 1487 ist keine Schriftbekannt, welche den Character der Götz'schen Druckegehabt hätte. Die Behauptung, Heinrich Quentel habe dieOffizin des Nicolaus Götz fortgesetzt, entbehrt jeder Begrün-dung; kein Buch der Quentel'schen Offizin ist mit Götz'-schen Typen gedruckt.

Ein Jahr später als Nikolaus Götz, eröffnete Bartholo-mäus von Unkel seine Druckerei. Zehn Jahre dauerte seineThätigkeit in Köln. Büllingen führt achzehn Drucke derUnkel'schen Presse an; darunter nimmt derSpeygel derSassen" v, 1480 den ersten Bang ein. Die Wallrafsche Bib-liothek zählt 22 Unkel'sche Drucke, theils mit, theils ohneNamen. Die Typen dieses Druckers haben Aehnlichkeit mitdenen der aus der Quentel'schen Offizin hervorgegangenendeutschen kölner Bibel, nur sind sie etwas grösser und fet-ter ; sie sind kräftig und schön und stehen in der Mitte zwischenden grössern und mittlem Typen von Ulrich Zell. Nach1485 findet sich kein kölner Druck mit Unkeischen Typen.

Ein Jahr später als Bartholomäus von Unkel, begannConrad Winters von Homberg das Buchdruckergeschäft; erführte dasselbe aber nur sechs Jahre, bis 1482. Nach

'} Universitätsmatrikelbuch, f. 30, im Stadtarchiv.2 ) Missiven von 1481, f, 76. Original.