IX
81 Drucken, welche als aus KöIhofFs des Aeltern Offizinhervorgegangen nachgewiesen werden, finden sich siebenWerke in deutscher Sprache. l )
KöIhofFs Frau hiessBilia; mit ihr verkaufte er im Jahre1491 ein Haus auf der Ecke nach der Judengasse undwohnte in dem ihm eigenthümlich zugehörigen Hause Eden,gelegen auf der Ecke zur Judengasse; 2 ) er bcsass auchein Haus neben Morartshaus unter Goldschmied, in derNähe von St. Lorenz. Johann Kölhoff und seine Frau Biliahatten drei Kinder, Margaretha, Johann und Peter. Vondiesen war es Johann, welcher nach des Vaters Tode dasBuchdruckergeschäft fortsetzte. Er erscheint schon im Jahre1491 als Bevollmächtigter seines Vaters Johann Kölhoff des„alden Boichdruckers", um in Lüneburg eine Forderungeinzutreiben. 3 ) Der Vater starb im Jahre 1493. In den In-stitutionen des Magister Nicasius de Voerde steht in derSchlussschrift, dass Kölhoff während des Druckes verstor-ben sei (in ipso opere ad superos vocati). In einer Voll-macht vom Juli 1493 sind Dr. Becker und Conrad vonFrankfurt als Testamentsexekutoren des seligen JohannKoilhoff angegeben; letzterer als „Mann undMomber Griet-chens seiner ehelichen Hausfrau, des gemelten weiland Jo-hann Koilhoff ehelicher Tochter." *)
Johann Koelhoff übernahm gleich nach des Vaters Todedie elterliche Buchdruckerei. Er nannte sich wie sein Vater
*) Der in dem nachfolgenden Katalog unter Nro, 133 (218) mitdem Titel: „Sermonen auf das ganze Jahr„ aufgeführte Köhl-hoff'sche Druck von 1490 hat nach dem Vorgange Büllingen'sirrthümlich diesen Titel erhalten. Der richtige Titel, gemässeiner Andeutung auf dem fünftletzten Blatt, lautet: „Van den dryenStaeden, die got vp erden hait vnd dat goytwillige regiment."
2 ) Wettsehatzbuch 1491, Dezember.
3 ) Copienbuch von 1490 ff.*) 22. Aug. 1494.