Druckschrift 
1 (1865)
Entstehung
Seite
VIII
Einzelbild herunterladen
 

vm

Peter von Olpe, der sich einmal Petrus in altis de Olpenennt, druckte von 1470 bis 1477. Nur vier Werke sindvon ihm bekannt. Olpe's Typen sind den ter Hörnen'schenähnlich, doch etwas kleiner und runder.

Einer der fruchtbarsten und unternehmendsten kölnerBuchdrucker des 15 Jahrhunderts war Johann Kölhoff ausLübeck. Ehe er die Buchdruckerei begann, scheint er nichtunbedeutende Handelsgeschäfte betrieben zu haben. Auchals Buchdrucker behielt er seinen anderweitigen Handelbei, und darum finden wir seinen Namen in der Liste derzur hanseatischen Gesellschaft gehörenden kölner Bürgereingetragen.') Wiederholt ertheilt er Vollmacht, um Forderun-gen gegen Gläubiger von ihm in Lüneburg, Groningen u.s. w. einzutreiben. 2 ) Um der Vorschrift zu geniigen, die vonjedem Bürger verlangte, dass er sich in eine Zunft aufneh-men lasse, Hess er sich bei den Goldschmieden eintragen.Kölhoff nennt sich durchgehend Johannes Koilhoef, Koel-hoff, Koelhof, Colhof, CoLhof de Lübeck Colonie civis, civissive incola civitatis Coloniensis, Magister Johannes Koelhoff.Kölhoff war der erste kölner Drucker, welcher in Köln dieSignatur in seinen Drucken aufnahm; es geschah die« inNider's Preceptorium vom Jahre 1472. Als Druckerzeichenführte er den kölnischen Wappenschild, über demselben einenoffenen Helm mit seinen Decken, und darüber einen Piau-enschweif mit demselben Wappenschilde Zur Seite stehenals Schildhalter rechts ein Greif und links ein Löwe. Ge-wöhnlich stehen die Anfangsbuchstaben J. K. neben demWappen In dem KölhofFsehen Druckerzeichen finden sichzuerst auf der unfern Hälfte des kölner Stadtwappens, stattder bis dahin gebräuchlichen Arabesken, siebenzehn Flam-men Bei dem Wappen, welches er in der kölner Chronikabdruckt, zählt der fragliche Schild 21 Flammen. Unter den

') Handschriftliches Verzeichniss im Stadtarchiv.

2 ) Die betreffenden Briefe in dem Missivenbuehe im Stadtarchiv.