Johannes Koelhoff Lübecensis. Bis jetzt hat man nur Jo-hann Koelhoff den Vater als Buchdrucker gekannt und alleWerke, welche aus der Kölhoffschen Offizin bis 1500 her-vorgegangen, hat man ihm zugeschrieben. Die Kölhoft'schenDrucke aber, die von 1494 bis 1500 erschienen sind, müs-sen Johann Kölhoff dem Jüngeren zugewiesen werden. Daserste Buch, welches aus seiner Presse hervorging, war:Haringi expositiones titulorum utriusque iuris (1494), dannfolgt der malleus malleficorum, das Summarium von Job.Koellner de Vanckel; aus den Jahren 1495 und 1496kennen wir keinen Druck von ihm; 1497 druckte er „dyehystorie van der eirlicher Stat Nuys." ') 1498 „Ey Spiegelder Christen mynschen von Diedrich van Osanbruok," 1499die bekannte cronica der hilligen stat Coellen und 1500 eineneue Auflage der erstgenannten expositiones Haringi.1501 druckte er die Einladung zum kölner Schiessfest;„vur die vysgesante gedruckte brieve" erhielt er 17 Gulden.Es scheint, dass ihm das kaufmännische Leben besserzusagte, als die Buchdruckerei. Im Jahre 1496 finden wirihn als Ochsenhändler. Er beklagt sich nämlich im Dezem-ber d. J., „dass solche zweiundzwanzig friesische Ochsen,welche ihm bei Grolle im Zütphenschen Viertel, auf derfreien offenen Strasse unter andern dergleichen Ochsen un-längst in dem jüngst verflossenen Herbste genommen" wor-den seien, und achtet seinen Schaden mit der Zehrung auf300 Goldgulden. Im folgenden Jahre verkauften Johann Köl-hoff und seine Ehefrau Wendelgin ihren Antheil an einemHause in der Schildergasse bei dem Irrgange und 1499ihr Haus genannt Ryle in der Hellen bei dem Hause zumPo. 2 ) Es scheint, dass Kölhoff nach dem Jahr 1501 auchsein Buchdruckergeschäft sammt Typen und Holzstöcken
*) Wird in dem Nachtrage beschrieben werden.2 ) Wettschatzhuch.