Druckschrift 
1 (1865)
Entstehung
Seite
VII
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Hörnen'schon Drucke leicht erkennen. Der Canonikus vonBüHingen ') verzeichnet 21 Drucke, welche ausdrücklichter Hornen's Namen tragen, vier sind durch die Namensschif-fer und das Druckerzeichen kenntlich, 31 gehen sich durchden Charakter der Buchstaben zu erkennen. Die Wallraf-sche Bibliothek hat 13 ter Hörnen'sche Drucke, welche denNamen des Druckers führen, 21 dagegen, welche gemässdem Charakter der Typen dem ter Hörnen zugeschriebenwerden müssen, Ter Hörnen hatte zweierlei Typen, die ge-wöhnliche und eine kleinere. Ter Hornen's Schlussschriftist meist in rother Farbe. Der letzte datirte ter Hörnen'scheDruck ist das Bucolicon des Petrarka vom Jahre 1483.Drei Jahre später, im Jahre 1486, findet sich als Druckerein gewisser Peter ther Hörnen. In welchem verwandtschaft-lichen Verhältnisse er zu Arnoldus gestanden, bleibt zwei-felhaft. Seine Typen haben einige Aehnlichkeit mit denendes Arnoldus, sind aber etwas kürzer und gerundeter Auchdie Signatur ist nicht in arabischen, sondern in römischenZiffern gedruckt. Der fragliche Druck ist das opusculumtripartitum de preeeptis decalogi per Joannem de Jersona.Zu den kölner Druckern wird auch der EngländerWilliam Caxton gerechnet. Er weilte von 1441 bis 1471in Burgund und Niederdeutschland. Auf Ansuchen der Ge-mahlin Karl des Kühnen von Burgund übersetzte er denrecueil des histoires de Troyes aus dem Französischen indas Englische und vervielfältigte dieses Werk 1471 in Cölndurch den Druck. Dieser Druck erhielt Beifall und Caxtonsah sich veranlasst, sich ganz der Buchdruckerkunst zuwidmen. Er ging nach England zurück und gründete hierin der Westmünster-Abtei die erste englische Buchdruckerei.Ein Exemplar des recuyel of the historyes of troy wurde1826 für 7500 Thaler verkauft. 2 )

J ) Handschriftliches Verzeichniss sämuitlicher kölnischen Druck-werke, vier Foliobände und viele kleinere Faszikel im Stadtarchiv.2 ) Kölnische Zeitung 1826 N. 63.