VI
Die zahlreichen Zell'schen Quartdrucke mit der mittle-ren Type Bind sämmtlich ohne Druckjahr. Sämmtlichscheinen sie im Anlange der siebenziger Jahre des 15.Jahrhunderts erschienen zu sein. Von einigen dieser Druckesteht es unzweifelhaft lest, dass sie bereits im Jahre 1472sich im Handel befanden. Auf dem Vorsetzblatt eines Zell-schen Druckes mit der regula pastoralis von Gregor unddem speculum vite steht geschrieben: „liber presbiterorumet clericorum in Wydenbach. Nunc vero librum procuravitJohannes Alen frater huius domus. Anno domini 1472 fuitüber iste impressus et totaliter preparatus, ut cernitur, im-pressus vero ab honorabili viro magistro Vlrico nacione Mo-guntinensi, questu Coloniensi." Ein anderer Band mit sechsverschiedenen Zell'schen Traktaten enthält die Bemerkung:„liber domus presbiterorum et clericorum domus in Wyden-bach Colonie. Anno domini 1472." Aus derselben Zeit scheintauch der grössere und kleinere Zell'sche Druck: regimenconscientie und der kleinere: de offieiis Ambrosii zu sein,der die Bemerkung enthält: „istum librum procuravit Johan-nes alen frater reeeptus in Wydenbach." Der Zusatz „reeep-tus" scheint darauf hinzudeuten, dass der Schenkgeber ebenerst in das Priesterhaus eingetreten, es wäre dieser Druckdann etwas älter als der vorstehende von 1472.
Wenige Jahre nach Ulrich Zell errichteten Arnold terHörnen, Petrus von Olpe und Johann Kölhoff Buchdrucke-reien in der Stadt Köln. Die beiden ersten begannen ihrGeschäft im Jahr 1470, die beiden andern ein Jahr später.Arnold ter Hörnen war der Erste, welche die Blätter pagi-nirte, den Wochentag nach dem neuen Kalender und denTag des Monats genau ausdrückte. Wie schon angegeben,bleibt es zweifelhaft, ob ter Hörnen oder Zell zuerst fürdie Bezeichnung der Zahlen arabische Ziffern in den Druckeinführte. An der eigenthümlichen Schärfe und characteris-tischen Gestalt einzelner Buchstaben lassen sich die ter