kamen 87 V» auf 9 grosse preussische Staatswerke, l"/s auf 6 preussisohe Privat-gruben, 27* auf 3 bairisclie Staatswerke und 8Vs Millionen auf 2 lothringischePrivatgruben.
Zwei kleinere Steinkohlenbecken befinden sich im Inde- und im Wurm-Revier bei Aachen. Ersteres, bei Eschweiler gelegen, wurde schon 1628 ausge-beutet. In beiden Becken ist die Förderung in den letzten 30 Jahren hinter derenormen Steigerung der Production im Ruhr- und Saar-Gebiet zurückgeblieben.Noch geringer ist die Steinkohlenförderung von Ibbenbüren und diejenige beiMinden. Letztere ist der Concurrenz der Ruhrkohle völlig erlegen.
Den wichtigsten Einfluss auf die Steinkohlen-Förderung übten die Eisenbahnenund die Verwendung der Dampfkraft in der Industrie. Nachstehende Tabelle zeigtdie Entwicklung in den 10 Jahren 1855—1864:
A. Förderquantum in Tonnen (ä 3,80 Centner).'
Im
Jahre
1.
PreussensGesammt-Production.
2.
Ruhrbecken.
3.
Saarbecken.
i.
Inde- undWurm-becken.
5.
Beckenvon Ibben-büren.
6.Becken
vonMinden.
7.Ganz Rheinlandund "Westfalen.
185518601864
40 739 00053 283 00082 795 000
16 261 00021 38100037 384 000
8 052 00010 632 00014 003 000
3 038 0003 159 0003 953 000
235 000398 000457 000
86 00049 000
| 48 000
27 673 00035 621 00055 848 000
B. Anzahl der betriebenen Werke und der Arbeiter.
Im
l.
Ruhrbecken.
2.
Saarbecken.
3.
Inde- undWurmbecken.
4.
Becken Ton
Ibbenbüren.
5.
Bockenvon Minden.
6.Ganz Rheinlandund "Westfalen.
Jahre
0>M
3
Ar-beiter.
M
o
Ar-beiter.
Arbeiter.
U
Arbeiter.
•a
Ar-beiter.
©
Arbeiter.
1855186018G4
234276239
23 235;28 46337 899|
27
2618
10 707
11 73614 773
192020
5 3734 9754 713
211
369647660
451
239
210137
286328279
39 92346 03158182
Die Entwicklung des Steinkohlen-Bergbaues von 1864 bis zur jüngsten Ver-gangenheit ergibt sich aus der unten folgenden Gesammt-Uebersicht der Bergwerks-and Hütten-Production.
b. Metallischer Bergbau und Hüttenwesen.
Wenden wir uns jetzt zum metallischen Bergbau. Derselbe ist älter alhder Kohlenbergbau, da die Verwendung der Steinkohlen zur Verhüttung von Erzenerst der Neuzeit gelang.
Im Regierungs-Bezirk Düsseldorf ist am ältesten die Ausbeutung der Rasen-Eisenstein-Ablagerungen in den Niederungen der Lippe und Issel und der Bleierz-Lagerstätten im Kreise Mettmann. Der Bleiberg bei Langenberg wurde bis 1772betrieben. Im bergischen Lande deuten viele Pingenzüge auf früheren Eisenerz-Bergbau, doch fehlen nähere Nachrichten darüber. Der heutige Eisenerz-Bergbaubegann erst 1847 durch den Bergischen Gruben- und Hütten-Verein zu Hochdahl.Die Braun-Eisenstein-Zechen des Kreises Mettmann wurden erst 1850, die Kohlen-Eisenstein-Zechen erst 1855 in Betrieb gesetzt. Der Betrieb dieser Zechen hat in