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Sorge für ein möglichst einheitliches Arrangement erforderten eine Vereinigungvieler Kräfte. Es bildeten sich daher, nachdem die Gruppeneintheilung inder jetzt geltenden Gestalt festgesetzt war, aus den Mitgliedern des Aus-schusses II elf Commissionen 1 ) für die verschiedenen Branchen. Diese betriebenin Verbindung mit den Local-Comit6s die Agitation in den ausstellendenBezirken, und bald zeigte sich auch bei den meisten Gruppen eine erfreulicheBetheiligung. Namentlich die Gruppe IV — Maschinenwesen — hatte zeitigeine stattliche Anzahl von Anmeldungen aufzuweisen, die um so mehr beeiltwurden, als das Arrangement dieser Abtheilung früh vorbereitet werden musste.
Im Verlauf der Vorbereitungen stellte sich die Notwendigkeit heraus,für gewisse Functionen besondere Commissionen zu bilden, welche selbständigneben dem Ausschuss TL arbeiteten. Hier ist zu erwähnen eine Vereinigung vonIngenieuren, a ) welche sich die wissenschaftliche Untersuchung der ausgestelltenKessel und Maschinen, soweit dieselbe durch die Aussteller gewünscht wird,zur Aufgabe macht. Ferner wurde Gruppe I — Land- und Forstwirtschaft —von dem Bereich des Ausschusses II losgelöst und einer eignen Commissionübertragen. Bedauerlicher Weise verhielten sich die landwirthschaftlichenCentral-Vereine der beiden Provinzen ablehnend gegen die Ausstellung. Dochwird durch die Betheiligung des Westfälischen Bauern-Vereins, durch dieVeranstaltung von Gartenbau-, Obst- und Molkerei-Ausstellungen und endlichdurch eine bedeutende Präsentation landwirtschaftlicher Maschinen und Gerätheauch dieser Theil des Gesammtunternehmens gelingen. Wenn überhaupt dieBetheiligung in irgend einer Branche als schwach bezeichnet werden soll, sodürfte dies für die Textil-Industrie der Fall sein. Die zahlreichen Anstrengungen,welche gemacht wurden, um die grossen Etablissements von Aachen, Burt-scheid, Crefeld, Düren, Hückeswagen, Elberfeld und Langenberg zu einerihrer Bedeutung entsprechenden Beschickung der Ausstellung zu bewegen,blieben leider ohne namhaften Erfolg.
Gleichzeitig mit der Gruppe I wurde auch die Gruppe XXI — kunst-gewerbliche Alterthümer — vom Ausschuss II getrennt. Es dürfte hier derOrt sein, auf die wesentliche, eigenartige und in sich selbständige Erweiterunghinzuweisen, welche das gesammte Ausstellungsproject durch die Berücksich-tigung des alten Kunstgewerbes erfahren hat. Der Gedanke, das moderneGewerbe durch das Studium der alten Vorbilder zu heben, ist in den letztenJahren sehr stark hervorgetreten. Die Veranstalter der diesjährigen Ausstellungglaubten durch eine Zusammenstellung der zahlreichen kunstgewerblichenDenkmäler, welche gerade Bheinland und Westfalen aufzuweisen haben, jenesgesunde Streben nach einer Vereinigung von Kunst und Gewerbe nach Kräftenfördern zu müssen. Zur Durchführung eines möglichst belehrenden undgleichzeitig geschmackvollen Arrangements haben die bedeutendsten Kenner
1) Siehe Seite XXXIV und Seite XLVI.
2) Siehe Seite XX3ÜV.