Druckschrift 
4 (1887)
Seite
603
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EINLEITUNG ZUR VORLESUNG ÜBER HARTMANNS EREK. ß03

ihrer Bekanntmachung ist eben erst begonnen worden. LadyGuest hat bis dahin vier Theile herausgegeben, jedes Mal denUrtext mit einer englischen Übersetzung und schätzbaren An-merkungen: Mabinogion oder das rothe Buch (London 1838 1842),eine kostbare Prachtausgabe; bis 1845 sind 6 Theile erschienen(Sagen und Märchen von K. v. K. 1, S. 460). Deutschen Lesernsind sie zugänglich geworden in einer theilweisen Übersetzungvon Albert Schulz (San Marte), Die Arthursage und die Märchendes rothen Buchs von Hergest (so heisst nämlich die Samm-lung in dem Codex), Quedlinburg 1842. Der Verfasser hateigene Bemerkungen und eine verständige, die Punkte, aufwelche es ankommt, richtig heraushebende Abhandlung hinzu-gefügt, die bei der gälischen Society in England den Preis er-halten hatte und zuerst in einer englischen Übersetzung inEngland erschienen war. Endlich hat Graf Villemarque die-selben Mabinogion aus einer älteren gälischen Handschrift über-setzt, Contes populaires des anciens Bretons precedes d'un essaisur l'origine des epopees chevaleresque de la table ronde (2 Vol.Paris 1842). Abermals sind Anmerkungen den einzelnen Er-zählungen beigefügt und ausser der auf dem Titel genanntenAbhandlung noch eine schätzbare Zugabe, Examen critique dessources bretonnes, die sich durch eine schöne, aus den Hand-schriften geschöpfte und gewiss nicht häufige Kenntnis dergälischen Litteratur auszeichnet und viel Lehrreiches enthält.Eine mit Einsicht geschriebene Beurtheilung der genannten dreiBücher von Dr Wilh. Müller befindet sich in den Göttinger ge-lehrten Anzeigen 1843, St. 101103. Da die sonst noch hier-liergehörige Litteratur in jenen drei Büchern bezeichnet ist,so kann ich dorthin verweisen. Ich hebe nur noch herausFauriel De l'origine de Fepopee chevaleresque du moyen äge(extrait de la revue des deux mondes) Paris 1832, wovon dieMittheilungen des thüringisch-sächsischen Vereins für Erfor-schung des Alterthums Bd 5 und 6 (18411843) eine deutscheÜbersetzung zu liefern angefangen haben. Fauriel hat in einemAbschnitt über die Romane der Tafelrunde auch diesen Gegen-stand mit Geschick, Geist und Lebhaftigkeit behandelt, aberdamals waren die Mabinogion noch unbekannt, und er würde