DIE MYTHISCHE BEDEUTUNG DES WOLFES. 423
In dein Gedicht von Helmbrecht haben die räuberischen Ge-sellen des bösartigen Jünglings bedeutungsvolle Namen; unterdiesen ist Wolfesguome (Wolfsrachen), der den Leuten dieKleider vom Leib reisst.
swie liep im st sin muome
sin base, sin ceheim und sin veter,
und wsere ez hornunges weter,
er lät niht an ir libe
dem manne noch dem wibe
einen vaden vor ir schäm,
den fremden und den künden sam 1196—1202.Der andere Wolvesdrüzzel versteht teuflische Künste,
üf tuot er äne slüzzel
alliu sloz und isenhalt.
in einem jär ich hän gezalt
hundert isenhalt gröz,
daz ie daz sloz danne schoz,
als er von verren gie dar zuo 1204—1209.den (der nicht Busse thun will) hat des tiuvels kiuvveverstunden unz an die füeze Warnung 540.
Weitere Beispiele in Müllers mittelhochd. Wörterbuch 1, 831*.und solt ich des verderben,ich gewinne iu der bluomenund hetes in sime guomender tiuvel beslozzen Krone 21194.
Von dem Wolf sagt schon ein lateinisches Gedicht, das demAlcuin beigelegt wird,
infernale aperit guttur faucesque voraces 224
pandit et immensse reserat penetrale caverna
20, 21 (Reinhart Fuchs S. 420).
Er packt die Hand des Fuchses (Reinaert 3874. 4058), wie dernordische Fenrir die Hand des Gottes. Es ist dann keineRettung mehr.
swaz dem wolf komt in die k.el
daz ist allez gar verlorn
Wolf und Kranich 1548. 1549 (Reinhart Fuchs S. 348)
der wolf tuot also grözen schaden,
sin giel ist arger gir Frauenlob S. 194.
Wenn er seine Beute erblickt, so sperrt er den Rachenauf und zeigt seine grossen, schneidenden Zähne, drohend, sie