416 DIE MYTHISCHE BEDEUTUNG DES WOLFES.
im strebet et sin gemiietegegen der übelt;ete
als diu krä tuot zuo der srete 1222—1230.Fischart fragt, welche Wolf zerreissen mehr? und antwortetdie unersättlichen, Gargantua 52". Wolfshunger, Wolfsinagen216 heisst der krankhafte Hunger, der auch Pferde befällt, Uffen-bach neues Rossbuch (1603) 2, 159.
Er kann, wie der Teufel, seine Natur nicht ablegen,swie dicke ein wolf gemünchet wirt,diu schäf er drumbe niht verbirt Freidank 138, 19. 20.ein wolf was siech; do er genas,er was ein wolf als er e was 137, 20 n,J .Dafür in einer Handschrift,
der tivel eins kranc was; do er genas,do was er boeser dan er vor was.und in der lateinischen Übersetzung
cacodsemon segrotabat,monachus fieri volebat,sed tandem, cum convaluit,mansit ut antea fuit.wenn der wolf in der gruben ist, so thut er ein gelübde, er wolte einheiliger mann werden, wenn er los werde, Petri Sprichw. Bbbiij.
In einer Thierfabel wird erzählt (Reinhart Fuchs S. 333—341), wie bei dem Wolf alle Lehre vergeblich ist, wie er, vonder Schule als Dieb we£;<relaufen wieder zum Raub feister
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Rinder sich wendet und von seinem Vater dazu ermuntert wird.So auch das Sprichwort: lam lam ist des Wolfs Vesperglocke,dessen Verbreitung Wackernagel nachgewiesen hat (HauptsZeitschrift 6, S. 286) und das in Kirchhofs Wendunmuth lautet:lehr ein wolf beten, wi du wilt,nicht mehr denn lamb lamb! bei ihm gilt 277".Spervogel überliefert zwei hierhergehörige Fabeln.
ein wolf unde ein witzic man
sazten schächzabel an:
si wurden spilnde umbe guot.
der wolf begonde sinen muot
nach sinem vater wenden.
do kom ein wider dar gegän:
do gab er beidiu roch umb einen venden.
Minnes. Frühl. 27, 20—26.