292 ZUR GESCHICHTE DES HEIMS.
man siht bluoinen manicvalt,
valt an maneger stolzen meide:
reide locke tragents nnde mündel rot. usw. ■
In einem dritten Lied von drei zehnzeiligen Strophen (42, 35)steht er in den beiden ersten Zeilen, ein dritter entsprechenderEndreim folgt erst in der sechsten: *)
Ich solt aber dur die süezen
grüezen meigen walt heid ouwe
und der kleinen vögele süezez singen,
lieze eht mir an ir gelingen
trut nun trost, mis herzen frouwe,
daz si minen kumber vvolde büezen. usw.
Ulrich von Wintersteten im Abgesang von zwei elf'zeiligeuStrophen (MSHag. 1, 151"):
nement war
wie winter gegen uns ziehe.
leider, kreftic ist sin schar:
so ist der sumer schiehe.
fliehe, winter hat daz mezzer bi dem hefte, usw.
581 Steinmar in drei sechszeiligen Strophen mit dreifachem Reim61 (MS. 2, 109 a ). Ich wähle die zweite als Beispiel:
Der ich hän da her gesungen,diust ein kluogiu dienerinne:nach ir minnehau ich vil gerungen:gelungen ist mir niht an ir,wan si wolte guot von mir.
Bei dem Schenk von Limburg in dem Kehrreim eines Liedesvon drei Strophen (MS. 58 b ) ein vierfacher Reim:
Frowe, machedaz wir swacheleitlich Sachelache mir unt dir.
Konrad von Würzburg in drei elfzeiligen Strophen (MSHag. 2,323), wo ein sechsfacher Reim beide Stellen füllt:
Järlanc von dem kalten snevalwent bluomen unde kle:
*) » S. Burkhart von Hohonfels MS. 1, 83 b . 84 b . »