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4 (1887)
Seite
193
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ZUR GESCHICHTE DES REIMS. 193

me siht man grüenes loubes in dem walde niht.

schouwet wie der anger ste

jämmerliche aber als e;

we manegem kleinen vogelin da von geschiht. usw.

Ferner im Kreuzes Leich S. 16:

2, 2 din in dir unspäte

dräte gienc ze rate,8, 7 der mit golde was betroffenoffen wandel meinte?10, 9 wart dunstic truht der touwes vollen

wollen! vorgedenken schuof daz giezen.13, 4 der vierde kam in äles wise

spise, kriuze, diner hohen wirdekeit.

In einem Liede von drei Strophen mit 34 Zeilen (S. 260), dasihm Ettmüller mit Wahrscheinlichkeit beilegt, in Verbindungmit dem Schlagreim:

Durch dinster vinster nebeldicken

blicken siht man gräwen tac;

ich wecke, schrecke zwen getriute 582

liute so ich bes'te mac. usw. 62

Andere verdoppeln den im Anfang der Zeile stehenden Reim,so dass drei Reimwörter unmittelbar aufeinanderfolgen. Winligebraucht in drei zwanzigzeiligen Strophen (MSHag. 2, 29)beide Arten:

Maneger leie blüete

güete waltet

und enthaltet

sich al durch den sumer fro.

jö so singent schöne

vogelin in ir döne

willeclichen ho.

so des meien künne

wünne machet usw.

Der Dürmg in drei Strophen (MS. 2, 20), wovon ich die erstehersetze

Ich hän seihen trost besunnen,

wunnen sonnen gliche ist sie gestalt,

diu mir tuot min leit verswinden:

binden swinden muot kan ir gewalt.

W. GRIMM, KL. SCHRIFTEN. IV. 13