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4 (1887)
Seite
85
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ÜBER FREIDANK. 85

so zele man mich dem fünften rade. 127, 18. Ein Adjeotiv

frat in folgenden Stellen, Passional 70, 32 im was der lip gardurchslagen und also bluotec unde frat. 156, 50 ouch was imsin antlitze von der trene hitze so dicke übergangen daz eran den wangen her unde dar an maneger stät was durchfrezzenunde frat. Apollonius von Tyrl. 10036 ougen rot unde frat.128, 14. 15. Heinrich vom gemeinen Leben 241245 diemuniche solden hinden unde vorne der ougen also wesen vol,daz si allenthalben wol die viende gessehen si sich woldennrehen ze den die in bevolhen sint. 129, 15. 16. Beide

Zeilen, die nur in zwei späteren Handschriften vorkommen, sind 406schon metrisch unzulässig; der Gedanke ist mit unpassender An- 78wendung dem vorhergehenden Spruch abgeborgt. 130,24.25. Ichvermuthe zwene herte steine malent selten kleine; vgl. Sprach-schatz 2, S. 711 chleino gemalnemo pulvere. 131, 9. 10. Kirch-hofs militaris disciplina S. 101 das sprüchwort der Teutschen lehretEin gut Weg vmb mach keine Krumb. 131, 11. 12. Hein-richs Krone Bl. 30 a ein man slüege wol ein her ob ez wasre äne wer.Gliers (Benecke Beiträge S. 132) ein man ist ttisent manne her, diealle wen sin äne wer. Vgl. zu Athis F 71 [Kl. Sehr. III, S. 309].131, 23. 24. Derselbe Spruch im Liedersaal 1, S. 334, wo aberdie zweite Zeile entstellt ist. 132, 24. Das Vorangehende

wird durch ein Beispiel erläutert, wie stolz auch einer daraufsei, dass er sich in Gestalt eines Sackes geschaffen (die Les-art stellet, gebessert in stalte, wäre auch zulässig) habe, sohängen doch, weil er dann keine Arme hätte, die Ermel (dieschwache Form ermelen ist Athis S. 69. 70 [Kl. Sehr. III,S. 297 f.] nachgewiesen) an seinem Rock herab, wie bei einemVerstümmelten (handeloser maneus Sprachschatz 2, S. 71. Ren-ner 12744. 23565). Die Lesart schalkes wis mag ein anderesVerständnis von sac veranlasst haben; möglicher Weise ist siedie echte. Gemeine Leute, Knechte trugen Mäntel von grobemSacktuch, von welchen, wenn sie umgeworfen wurden, die Er-mel leer herabhiengen, gerade wie sie die Slowaken in Böhmennoch heutzutage tragen und bei ihnen gewiss altherkömmlichsind. Darauf weist auch ein anderes Sprichwort (oben 49, 19)»wenn der Knecht einen Zobelpelz anzieht, so bleibt er darindoch ein Knecht«. Von dem Hirten Paris sagt Konrad (Trojan.