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4 (1887)
Seite
83
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ÜBER FREIDANK. 83

von in liegen, die haben ouch den sin dazs der armen niht ver-gezzen gar, wan si von in sagent war. 124, 3. 4. Über denSinn von widergüefen, das den Wiederhall bezeichnet, kann hierkein Zweifel sein: er wird bestätigt durch die in der EinleitungS. XCVIII angeführte Stelle aus Heinrich von Morunge, der ant-würten dafür gebraucht. Das Wort kommt, wie ich dort schonbemerkt habe, auch im Beljand Bl. 80 vor: ich will die Stelle voll-ständig hersetzen, weil sich daraus ergibt dass man güefen annehmenmusSv," mit grimme vil klegelicher stimme sie nach ir do guoften:si schrirn unde ruoften mit klegelicher herte. 124, 5. 6. Wal-ther 11, 1315 swer dich segene, si gesegent: swer dir fluoche,si verfluochct. 125, 15. Berthold 383. 401 frouwen die ge- 404mäleten und geverweten. 125, 20. der golt suochte und 76

kupfer vant, ist vergoldetes Kupfer gemeint? MS. 2, 97 a mit goldekupfer überzogen. Reinmar von Zweter 2, 141 verguldet kupfer.

125, 23. obezin kann nicht durch die aus Reinmar von ZweterMS. 2, 141 b angeführte Stelle gerechtfertigt werden, wo zu lesenist silberschin ob zin. Freidanks Spruch obe silber widere zin,des git ein stücke dez ander hin verstehe ich jetzt »wenn Silberdem Zinn widerstrebt, weil sie beide zu verschiedenartig sind,so gehen beide zu Grund«, sei nun an eine Mischung gedachtoder an versilbertes Zinn. Im Wigalois 11367 wird sogar bild-lich gesagt min rotez golt gar überzint. Einen ähnlichen Ge-danken drückt Frauenlob S. 52 aus, und ist bi guote ein swachersin, guot lät den namen hie. wol hin, von guote entrin. dingolt hat zin: du bist sin golt und effest in. Dass man Zinnmit Gold und Silber versetzte, sehen wir aus Berthold 244.

126, 2. glas für rubin erläutert W. Wackernagel in HauptsZeitschr. 6, S. 306. 126, 4. Vielleicht ist das Richtige für zobel,der ist wise niht. 126, 7. 8. Ich weiss nicht was hier sollangedeutet werden und worin die Spitze des Gedankens liegt,wozu kommt dass die Kürzung vatr bei Freidank ganz unzulässigist wie der Reim gelich: wunderlich. Die Stelle ist unecht wiealle, worin die Flickworte daz ist wunderlich erscheinen, also109, 16. 137, 8. 142, 5; sie verrathen sich schon durch geistloseAuffassung und rohen Ausdruck. Will man den immer fremdenSpruch ändern, so müsste man kühn sein, wart ie stiefkint ge-