ÜBER FREIDANK. 75
Haupt zu Winsbeke 45, 7. 82, 11. Reinmar von Zweter
MSHag. 2, 186 b so erkent man doch den esel bi den ören.82, 14. Reinmar von Zweter MS. 2, 128 b die mit entlehenterwirde fnoren. 85, 5. Über die Redensart im sacke koufen,
die auch Diutisca 1, S. 325 aus Freidank genommen ist, vgl.Haupt zu Winsbeke 63, 6. 85, 19. Pfalz. Handschrift 34]
Bl. 127 doch hän ich micheln man gesehen, dem man zuht untfuoge muoste jenen, und einen kleinen so ungefüegen, daz aldie werlt mohte genüegen. 85, 23. Magdeb. Handschr. Bl. 25 bid enis neyn sulues mer. Eine verderbte Stelle bei Helbling15, 372 »deham selb ist niur einer«: dez ist daz lant allez volenthält wohl denselben Spruch, denn ich bessere dehein selb-selbe ist me wan einer »nur einer ist von niemand unabhängig«,womit Gott gemeint wird, dessen Macht, wie Helbling hinzu-setzt, überall durchdringt, die Erde erfüllt. Denselben Ge-danken drückt Frauenlob Ettm. S. 159 anders aus, got ist einungeschaffen wesen. Allein der Spruch war wohl alt und mankann sagen kirchlich, in Notkers Psalmenübersetzung (S. 11)steht got der (id ipsum) selbselbo heizet. In den Denkmälernder folgenden Zeit habe ich zwar diese eigenthümliche Zu-sammensetzung nur bei dem östreichischen Enenkel (RauchS. 287) gefunden, und als ungewöhnlich wird sie in den Hand-schriften Freidanks und Helblings verschwunden sein, aber ichtrage kein Bedenken sie herzustellen, zumal bei Freidank dasMetrum dies fordert nnd das Wort im siebenzehnten Jahrhun-dert wieder auftaucht: Opitz 2, 224 (Amsterd. 1645) sagt selb- 396Selbsten, ein anderes Beispiel Gramm. 3, S. 6. 87, 6. 7. B allein 68hat die richtige Lesart. Die Eule ist nicht freigebig und hältdas Zusammengescharrte fest. Die Schande räth dem ungast-lichen Ritter (Lieders. 1, S. 525) den Harfen- und Spielmännernsein Thor zu verschliessen: Frau Ehre wirft ihr daher vor: solerest du'n in hiuwen wise leben. Freidank klagt hier wieWalther (26, 33—35. 84, 18. 19) über den Mangel an Freigebig-keit bei den fürstlichen Höfen. 87, 8. Walther sagt (84,17.18)gleicher Weise ze Nürenberc was guot gerihte, daz sage ich zema?re. umb ir mute fraget varndez volc: daz kann wol speheh.die seiten mir ir malhen schieden danne lasre. 88, 15. Hein-