ÜBER FREIDANK. 67
Blätter 1, S. 234). Auch Stricker gebraucht ihn, denn ich lesebei Hahn 12, 263 ich klage daz win und irriu wip mer fröwentdenne frowen lip. Der Sachsenspiegel nennt sie varendiu, ander-wärts heissen sie unstastiu, Türheims Wilhelm Bl. 24ß b keineno-ebresten si (die in den Zelten liegenden Ritter) hasten, wansi der unstasten wibe gar enbären. So auch Reinhart Fuchs351, wo 1623. 1627 zu lesen ist und gerätent so verwenden(lascivire nach Diutisca 2, S. 320 b ); vgl. Konrads Troj. Krieg21614. Deutscher Cato (Birkenstock. Handschr. S. 322. Lieder-saal 2, S. 177. Altd. Bl. 2, S. 31) irriu wip und spiles liebe machentmanegen man ze diebe. 49, 21. Vgl. 115, 1. 51, 7. Auchim Sprachschatz 1, S. 1102 wizziclichen. 51, 17—22. Ver-
ändert und verschlechtert steht der Spruch aus der StrassburgerHandschrift vom Jahr 1385 in der Diutisca 1, S. 326 abgedruckt;er scheint mir aus Bernharts Überarbeitung genommen.
»Alter lute minne
So ich mich reht besynne
Dryer hant schaden hat
wie es darnach ergat.
Zu dem ersten sint sy unwerd
won man ir nit vil begerd
So nimt (es) och kranken grüs
vnd daz selb er och tur bezallen [er] mus.«53, 9. 10. Kanzler MS. 2, 247 a die pflegent alle tumber site, 388die sich des schament, des si doch sint geret. 53, 15. 16. Es 60heisst hier vorhte machet lewen zam, da aber der angeboreneMuth des Löwen in allen Dichtungen gepriesen wird, so musssich diese Behauptung auf eine besondere Veranlassung beziehen,wo der Löwe von Furcht sich bezähmen liess. Der alte Phy-siologus (Fundgruben 1, 17. vgl. 21) gibt Auskunft, so ser gätin demo walde und er de jagere gestinkit, so vertiligot er dazspor mit sinemo zagele zediu daz sien nine vinden. Ebensoder Welsche Gast Pfalz. Handschr. Bl. 198 b der lewe enpfindetwol swanne man in jagen sol, so verstreichet er sin spor garmit dem zagele; daz ist war. da mite wil er daz erwinden, dazin nin müge der jeger vinden. Bei der folgenden Zeile, eren.besme daz ist schäm, erklärt Benecke (Wörterbuch S. 108) denganzen Spruch dahin, »so wie man den Löwen durch Furcht