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4 (1887)
Seite
64
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ß4 ÜBER FREIDANK.

- hofsthüre zu Avignon nous etions ce que vous etes, et vousserez ce que nous sommes; s. Blätter für litt er. Unterhaltung1834 No. 335 S. 384. Der von Singenberg MS. 1, 157» wolime der denket waz er was und ist und aber schiere wirt.Süsskind von Trimberg MS. 2, 178" swenne ich gedenke wazich was ald waz ich bin ald waz ich werden muoz, so ist almin fröude [da] hin. 22, 26. 101, 6. 122, 17. Dass auch

Walther von der Freiheit der Gedanken spricht, ist in der Ein-leitung S. cxxiv bemerkt: Wolfram thut es im Parzival 466,16 f. und Süsskind MS. 2, 178" in einer besonderen Strophe.

24, 14. ir sin ist blint bezieht sich, wie mir Beneeke richtigbemerkt hat, auf die Juden: ihnen mangelt die wahre Einsicht.

25, 15. so muoz der ketzer lere sin in winkeln und in vinsterin,dazu gehört Welsch. Gast Bl. 88 b eines vinstern winkeis muot.

26, 22. 29, 31. tivel, wie auch in einer alten Erzählung (Reinh.390, 520), bei Konrad von Pussesbrunnen in der Kindheit Jesu97, 29 und Stricker XII, 587 zu schreiben ist: die Vatican.Handschr. von Hartmanns Gregor 230 hat der tivel der schänden;die Kürzung tiufl im Servatius 180 scheint mir für Freidank zustark. 26, 23. Eine Formel wie Erek 3187 unser herre ensider dich ner. 27, 2128, 2. Allgemeiner fasst Frauenlobden Spruch (Ettm. S. 199), daz mensche wirt in driu gelich,swenne ez von hinnen vert: sin sele aldä ze himelrich , ob ezder licham hat beschert: daz fleisch den wurmen alse spasch,

385 daz hänt si schiere verzert: daz guot den erben nach sim leben57 menschliche vollebräht. vert er ze helle durch sin streben, sinwirt niht mer gedäht. 29, 19. so w£ent ein töre er si got

wird durch ähnliche Stellen erläutert in Massmanns EracliusS. 502. 503. 29, 24. 25. Gedicht von den sieben Todsündenaus dem zwölften Jahrhundert (Mones Anzeiger 1839, S. 58.Altdeutsche Blätter 1, S. 363) höchvart leidir vil gewaltes hat: siist in armir alse in richir wät. Auch der Welsche Gast han-delt im achten Buch von der höchvart. Frauenlob dagegen(Ettmüller S. 61. 62) nimmt höchvart in der edelsten Bedeutungals Streben nach dem Höheren und weiss sie nicht genug zupreisen: ir süezer site kan allez adel vergulden; ihr steht über-muot entgegen. 30, 23. 24. Veldeke MS. 1, 21" die ir (der