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4 (1887)
Seite
63
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ÜBER FREIDANK. 63

für elliu dinc gewundert, beschouwe ich menschen tüsent hun-dert äne valschen list, bi den allen, wizze Krist, sint zwenegelich einander niht. 12,1213, 22. Den Abschnitt von demave Maria, der nur in zwei Papierhandschriften, denn auch Bist eine solche, vorkommt, halte ich für unecht, nicht bloss weilihm Freidanks Geist und gedrängter Ausdruck fehlt, sondernauch wegen des Reims muoter: tuoter (vgl. zu Athis S. 26) unddes Worts lobesam, das Freidank und Walther nicht gebrauchen;vgl. Haupt zu Engelhart S. 247. 13, 20 MS. 2. 172 a sit dinsun dir niht verseit. 14, 17. Hartmanns Credo 3679 mit aller

himelischen herschaft: di heiligen engele sint daz. Pfaffenleben280 elliu englische herschaft. 15, 7. 8. Heinrich vom ge-

meinen Leben (W. Wackernagels Lesebuch) 222, 69 swennedes briesters hant wandelet gotes lichnamen, soll si sich danneniht zamen von wiplichen ane grifen? 15, 19. Welscher

Gast Bl. 158 a die tagzit wol begen und mit guotem herzen zekirchen sten; vgl. Gerhard 1190. Diemer zu der Vorau. Hand-schrift 354, 10. Frommann zu Hermann von Fritzlar 30, 40.Reineke vos von Heinr. Hoffmann 3323. 4373. 16, 24 f. Vgl.

D. Mythol. S. 829. 16, 25. Walther sagt 12, 30 got git zu

künege swen er wil; vgl. Sommer zu Flore 710. 18, 2. Wacker-nagel (Haupts Zeitschr. 6, S. 284) macht hier blas in der Be-deutung von Spahn, Windlicht, die auch bei Frauenlob (vgl.Ettmüller S. 334) vorkommt, geltend, doch in den Sumerlaten 3848, 62 steht blas flatus, und diese Bedeutung scheint hier natür- 56licher, ebenso beim Bruder Wernher (Einleitung S. xcxi), dervielleicht Freidanks Spruch kannte. 21, 6. der tot ein

scharpfer böte ist in der Deutschen Mythologie S. 808 erklärt.21, 11. Welsch. Gast Bl. 146 b ja hat ieglich man und wip fünftür in sinem lip. Karl Roths Predigten 27 unseriu venster dazsint diu ören diu nase diu ougen und der munt. Erznarrenvon Christian Weise S. 330 einen jeglichen bei seinen neunäugen lassen. 21, 16. durch bcesen namen, weil man schlechtvon mir spricht. 21, 19. Gottfrieds Lobgesang 56, 6 mich

vil armen sac. 22, 18. 19. Über dem Eingang des Kirchhofszu Eilenburg befindet sich die Inschrift: was ihr seid, das warenwir: was wir sind, das werdet ihr. Ebenso über der Kirch-